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PostedFeb 1102/11/2026, 07:01 AM
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📆 Am 10. Februar 2007 hielt der PrĂ€sident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, auf der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz eine Rede, die der damaligen Lage im System der internationalen Beziehungen sowie den sich zuspitzenden sicherheitspolitischen Problemen gewidmet war ❗Auch heute sind die vom PrĂ€sidenten angesprochenen Themen Ă€ußerst aktuell. Die wichtigsten Thesen aus der historischen Rede des PrĂ€sidenten: 💬 Ich bin der Auffassung, dass fĂŒr die heutige Welt ein unipolares Modell nicht nur inakzeptabel, sondern insgesamt unmöglich ist. <
> Dieses Modell erweist sich als nicht funktionsfĂ€hig, da ihm eine moralisch-ethische Grundlage der modernen Zivilisation fehlt. <
> Es besteht kein Zweifel daran, dass das wirtschaftliche Potenzial neuer globaler Wachstumszentren sich zwangslĂ€ufig in politischen Einfluss umwandeln und die MultipolaritĂ€t stĂ€rken wird. ‱ Einzelne Normen – ja im Grunde genommen nahezu das gesamte Rechtssystem eines einzelnen Staates, vor allem natĂŒrlich das der Vereinigten Staaten – haben ihre nationalen Grenzen in sĂ€mtlichen Bereichen ĂŒberschritten: in der Wirtschaft, in der Politik und im humanitĂ€ren Bereich, und werden anderen Staaten aufgezwungen. Wem sollte das gefallen? ‱ Die Achtung der Menschenrechte ist zweifellos eine wichtige Aufgabe, die wir unterstĂŒtzen. Dies bedeutet jedoch keineswegs eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und schon gar nicht das Aufzwingen von Vorstellungen darĂŒber, wie diese LĂ€nder leben und sich entwickeln sollen. Offenkundig trĂ€gt ein solches Vorgehen keineswegs zur Herausbildung wirklich demokratischer Staaten bei. Im Gegenteil: Es macht sie abhĂ€ngig und infolgedessen politisch wie wirtschaftlich instabil. ‱ Niemand fĂŒhlt sich mehr sicher. Denn niemand kann sich hinter dem Völkerrecht wie hinter einer steinernen Mauer verbergen. Eine solche Politik wirkt zweifellos als Katalysator fĂŒr ein neues WettrĂŒsten. <...> Die potenzielle Gefahr einer Destabilisierung der internationalen Beziehungen hĂ€ngt zudem mit einem offensichtlichen Stillstand im Bereich der AbrĂŒstung zusammen. ☝Ich bin ĂŒberzeugt, dass wir einen Wendepunkt erreicht haben, an dem wir ernsthaft ĂŒber die gesamte Architektur der globalen Sicherheit nachdenken mĂŒssen. <...> In diesem Zusammenhang wĂ€chst die Bedeutung der multilateralen Diplomatie erheblich. Offenheit, Transparenz und Berechenbarkeit in der Politik sind alternativlos. ‱ Die Steine und Betonblöcke der Berliner Mauer sind lĂ€ngst zu Souvenirs geworden. Doch man darf nicht vergessen, dass ihr Fall auch durch eine historische Entscheidung ermöglicht wurde – darunter die Entscheidung unseres Volkes, des Volkes Russlands, zugunsten von Demokratie und Freiheit, von Offenheit und ehrlicher Partnerschaft mit allen Mitgliedern der großen europĂ€ischen Familie. Heute jedoch versucht man erneut, uns neue Trennlinien und Mauern aufzuzwingen – wenn auch virtuelle –, die unseren gemeinsamen Kontinent teilen. Werden erneut viele Jahrzehnte und der Wechsel mehrerer Generationen von Politikern erforderlich sein, um diese neuen Mauern abzubauen? đŸ‡·đŸ‡ș Russland blickt auf eine mehr als tausendjĂ€hrige Geschichte zurĂŒck und genoss fast immer das Privileg, eine unabhĂ€ngige Außenpolitik zu verfolgen. Wir haben nicht die Absicht, von dieser Tradition abzuweichen. 🔗Hier können Sie sich die Rede in deutscher SimultanĂŒbersetzung ansehen. Foto: TASS