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PostedApr 1504/15/2026, 06:02 AM
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📍Am 14. April 2026 besuchte der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew anlĂ€sslich des 200. Jahrestages der GrĂŒndung der russischen Kolonie das Dorf Alexandrowka in Potsdam. Im Rahmen der Veranstaltung fĂŒhrte der Historiker Andrej Tschernodarow die GĂ€ste durch den Museumskomplex und erlĂ€uterte die Geschichte der Siedlung. Die Kolonie Alexandrowka entstand in den Jahren 1826–1827 am nördlichen Rand Potsdams auf Erlass des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. als Symbol der Freundschaft zwischen Russland und Preußen sowie im Gedenken an Zar Alexander I.. Bis heute sind hier 14 HĂ€user im Stil der russischen Holzarchitektur sowie die auf einem HĂŒgel gelegene orthodoxe Alexander-Newski-Kirche erhalten. 🏠 Die Geschichte der Kolonie reicht bis in die Zeit der Napoleonischen Kriege zurĂŒck. Zu ihren ersten Bewohnern gehörten russische SĂ€nger eines aus Kriegsgefangenen gebildeten Soldatenchores. Im Jahr 1813 kĂ€mpften sie Schulter an Schulter mit preußischen Soldaten gegen Napoleon. UrsprĂŒnglich umfasste der Chor 62 Personen, doch bis zum Jahr 1825 – dem Todesjahr Alexanders I. – waren nur noch zwölf von ihnen am Leben. Ihnen wurden die HĂ€user in Alexandrowka zugewiesen; 1827 bezogen sie die vollstĂ€ndig ausgestatteten WohnhĂ€user. Die GrĂŒndung der Kolonie war zugleich Ausdruck der persönlichen Freundschaft zwischen den beiden Monarchen. Auf dem nahegelegenen Kapellenberg wurde die orthodoxe Alexander-Newski-GedĂ€chtniskirche errichtet und im September 1829 geweiht. In unmittelbarer NĂ€he befindet sich zudem das vierzehnte Haus, in dem der aus Russland stammende königliche Lakai Tarnowski wohnte. Das architektonische Erscheinungsbild Alexandrowkas basiert auf einem Entwurf des russischen Architekten italienischer Herkunft, Carlo Rossi. Im Jahr 1815 entwickelte er im Auftrag von Kaiserin Maria Fjodorowna ein Projekt fĂŒr ein russisches Dorfensemble in Pawlowsk. Drei Jahre spĂ€ter gelangten seine Skizzen in die HĂ€nde des preußischen Königs, woraufhin in Potsdam Handwerker der preußischen Garderegimenter FachwerkhĂ€user mit Holzverkleidung errichteten, die sich an russischen HolzhĂ€usern orientieren. Heute gilt Alexandrowka als einzigartiges Zeugnis des kulturellen Zusammenwirkens zwischen Russland und Deutschland: 1999 wurde das Ensemble in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, und 2005 wurde im Haus Nr. 2 ein Museum eröffnet, das der Geschichte und Architektur der Siedlung gewidmet ist. @RusBotschaft #Geschichte