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Nichts von dem was uns in Geschichte erzählt wurde stimmt. Polen blickt verblüfft auf seine „Jungs“ in Wehrmachtsuniform Eine Danziger Ausstellung über polnischstämmige Wehrmachtsangehörige rüttelt Polen auf. Während einige Politiker sie als „moralische Provokation“ verunglimpfen, geht es den Machern um etwas anderes. Eine kleine lokale Ausstellung erschüttert seit ihrer Eröffnung im Herbst 2025 das polnische Selbstbewusstsein. War man doch bisher stolz darauf, während des Zweiten Weltkriegs das einzige von den Deutschen besetzte Land ohne einen Quisling und ohne nennenswerte Kollabaration gewesen zu sein. So predigten es bisher Kommunisten und Nationalisten gemeinsam, während die Kriegsgeneration zur polnischen Judenverfolgung, zum Bruderkrieg in den Wäldern und zum Dienst Hunderttausender Polen in der Wehrmacht schwieg. Und jetzt ist da diese Ausstellung im Danziger Rathaus, Originalexponate, Fotografien, Aufnahmen, künstlerische Installationen und persönliche Familienerinnerungsstücke auf 200 Quadratmetern und alles unter dem Titel „‘Unsere Jungs’: Bewohner des Danziger Pommerns in der Armee des Dritten Reichs“ („Nasi chłopcy“. Mieszkańcy Pomorza Gdańskiego w armii III Rzeszy). Gleich im ersten Raum blicken dem Besucher junge Männer in Wehrmachtsuniformen auf Portraitfotos entgegen, lächelnd, ernst, verlegen. Das sind sie also, „unsere Jungs“, deren Familien bis heute hier leben, wie es im Begleittext heißt. Also keine Söhne von Deutschen, denn deren Familien wurden bis auf wenige Ausnahmen nach Kriegsende vertrieben. https://archive.ph/4pqOE 🔘Unterstützen & Abonnieren ! 📱www.kulturstudio.tv