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Warum haben Sie den AfD-Wahlsieger gestürzt, Herr Büge? Nach dem besten Ergebnis im Westen wählt die rheinland-pfälzische AfD-Fraktion ihren Vorsitzenden Jan Bollinger ab. Nachfolger wird Michael Büge, ein Mann mit Regierungserfahrung. Was steckt wirklich dahinter? Der neue Fraktionschef im JF-Kreuzverhör. MAINZ. In einer Kampfabstimmung hat die AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz den gebürtigen Berliner Michael Büge am Mittwoch zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Deutlich unterlegen war der bisherige Fraktionschef Jan Bollinger, der erst drei Tage zuvor das beste Ergebnis für die AfD bei einer westdeutschen Landtagswahl geholt hatte (JF berichtete). Für Büge stimmten 18, für Bollinger nur sechs Abgeordnete. Wie kam es zu diesem politischen Erdbeben? Michael Büge, der unter dem Sozialsenator und späteren CDU-Generalsekretär Mario Czaja Staatssekretär in Berlin war, stellt sich den Fragen der JUNGEN FREIHEIT. Czaja hatte den heute 60jährigen 2013 entlassen, weil er sich weigerte, aus der Burschenschaft „Gothia“ auszutreten. Büge war zuvor für die CDU auch Bezirksstadtrat in Berlin-Neukölln. Seit 2017 ist er Fraktionsgeschäftsführer der AfD im rheinland-pfälzischen Landtag. Nun soll er die Fraktion anführen. Die JF erreichte ihn am Mittwochabend am Telefon. Michael Büge im JF-Interview Warum haben Sie den Wahlsieger gestürzt, Herr Büge? Büge: Ich habe ihn nicht gestürzt. Ich bin nicht gegen Jan Bollinger, sondern für die AfD-Fraktion angetreten. Und warum? Büge: Mich haben verschiedene Parteifreunde angesprochen, ob ich vor meinem politischen Hintergrund und aufgrund meiner Regierungserfahrung den Fraktionsvorsitz übernehmen würde. Nach Beratung mit meiner Familie und Freunden habe ich dann meinen Hut in den Ring geworfen. Wann hat man Sie gefragt? Vor der Landtagswahl oder danach? https://archive.ph/Ega9L 🔘Unterstützen & Abonnieren ! 📱www.kulturstudio.tv