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Gepostet31. März31.03.2026, 12:51
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Wer benennt den Elefant im Raum, der für die Kosten verantwortlich ist ???? Lob für 66 Sparvorschläge im Gesundheitswesen: Nun könnten Beiträge sogar sinken Berlin. Jetzt ist die Politik am Zuge: Eine Expertenkommission hat Vorschläge für eine Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge gemacht. Sechs Monate nach ihrer Gründung hat die von der Bundesregierung eingesetzte „Finanzkommission Gesundheit“ am Montag ihre Sparempfehlungen vorgelegt. Es geht darum, die Beiträge für die gesetzlich Krankenversicherten zu stabilisieren. Aber die Ideen sind so gut, dass Insider mir ihnen sogar eine Senkung der Beiträge für möglich halten. Das vom Bielefelder Wirtschaftswissenschaftler Wolfgang Greiner geleitete Gremium mit zehn Experten übergab Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einen 500 Seiten starken Bericht über 66 Maßnahmen, die ab 2027 greifen könnten. Die GKV steckt tief in den roten Zahlen, in diesem Jahr droht ein Defizit von zehn Milliarden Euro, nächstes Jahr könnte es auf 14 Milliarden steigen, bis 2030 droht ein Minus von 40 Milliarden. „Eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik ist unsere erste globale Empfehlung, und wir sollten nur noch finanzieren, was Nutzen bringt“, sagte der Gutachter Ferdinand Gerlach. Ministerin Warken sagte, dass der Bericht ein erster Schritt zu einem „bezahlbaren Gesundheitssystem“ sei. Man werde die Beitragsspirale nach oben stoppen, das hohe „Leistungsniveau und die hohe Versorgungsqualität“ aber halten. Die Kommission stellte ein Sparziel von 42 Milliarden Euro vor. Es würde erzielt, wenn man alle Ideen umsetzt. Die Politik werde sich jetzt „wie aus einem Werkzeugkasten“ aus dem Bericht bedienen, sagte Warken zu. Was wird vorgeschlagen? Ende der kostenlosen Mitversicherung Empfohlen wird eine Abschaffung der kostenfreien Mitversicherung für Ehepartner im Rahmen der Familienversicherung, insofern sie keine kleinen Kinder betreuen oder Eltern pflegen. Bislang sind Ehepartner kostenlos mitversichert, wenn sie über kein eigenes Einkommen verfügen. Sollten sie künftig den GKV-Mindestbeitrag von rund 225 Euro im Monat bezahlen, würden die Kassen mindestens 3,5 Milliarden Euro sparen. Betroffen wären 2,5 Millionen Menschen. Der öffentliche Widerstand gegen einen solchen Schritt wäre aber groß. CSU-Chef Markus Söder aber auch der DGB und der Sozialverband VdK sind gegen die Abschaffung, Bedenken gibt es auch in der SPD. Chance auf Verwirklichung: mittelmäßig. Bund übernimmt versicherungsfremde Leistungen Der Bund unterstützt die gesetzlichen Krankenkassen zwar bei den Gesundheitsausgaben für die Bezieher von Grundsicherung – früher Bürgergeld genannt – allerdings nur zum Teil. Die Solidargemeinschaft der GKV zahlt mit. Die Kassen fordern schon länger, dass der Bund diese Kosten vollständig übernimmt und aus dem Bundeshaushalt bezahlt. Sie klagen sogar dagegen. Die Kommission unterstützt diese Idee der Kostenübernahme; das würde die gesetzlichen Krankenkassen um zwölf Milliarden entlasten – der größte Sparbrocken und die größte Entlastung der Beitragszahler. Auch im politischen Raum gibt es eigentlich einen Konsens für die Übernahme, nur der Finanzminister muss noch Ja sagen. Chance auf Verwirklichung: sehr gut. https://archive.ph/zBuuf 🔘Unterstützen & Abonnieren ! 📱www.kulturstudio.tv