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die nächste Quelle für eine Besteuerung ??? CO₂-Fußabdruck von digitalen Technologien weitaus größer als bisher gedacht Smartphone, Festplatte oder Maschinensteuerung: Digitale Technologien begleiten uns nahezu täglich. Ein internationales Forschungsteam hat in einer Studie einen Blick auf den CO₂-Fußabdruck dieser elektronischen Komponenten geworfen. Die Ergebnisse sind überraschen Ihre Rechenleistung nimmt von Jahr zu Jahr zu und sie ist ein stiller Innovationsmotor in vielen Branchen. Doch wie steht es um die CO₂-Bilanz von digitalen Technologien? Um das herauszufinden, hat kürzlich ein internationales Forschungsteam die Emissionen, die entlang der globalen Lieferketten der digitalen Technologien entstehen, systematisch berechnet. Konkret nahmen sie laut einem Pressebericht des Potsdamer Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) Hardware, IT-Dienstleistungen und Kommunikationsinfrastrukturen unter die Lupe. Die Analyse basiert auf Daten aus dem Zeitraum von 2010 bis 2021. Sie umfasst sowohl die direkten Emissionen, die beim Betrieb der Technologien entstehen, als auch vor- und nachgelagerte Prozessstufen. Steigende Emissionen, konstanter Anteil Die gesamten Emissionen der digitalen Technologien hatten im finalen Studienaufzeichnungsjahr 2021 einen Anteil von 4,1 Prozent an den globalen Emissionen. Das ist jedoch nicht der prozentuale Höchststand des zwölfjährigen Messzeitraums. Diesen registrierten die Forscher im Jahr 2011 mit 4,26 Prozent. Mengenmäßig gab es aber 2021 einen Anstieg zu einem neuen Höchststand auf 2.141 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalente. Im Jahr 2020 waren es noch 2.023 Millionen Tonnen. Vergleich mit anderen Sektoren Obwohl digitale Technologien in unserer Gesellschaft weitverbreitet sind, gibt es Sektoren mit teils deutlich höheren Prozessemissionen. Die meisten durch den Menschen verursachten Emissionen entstehen im Energiesektor durch die Strom- und Wärmeerzeugung. Laut dem Statistikportal „Statista“ lag der Anteil im Jahr 2024 hier bei gut 39 Prozent. Allerdings entfällt hiervon ein Teil auch auf digitale Anwendungen. Dahinter folgte der Transportsektor mit knapp 21 Prozent, wozu unter anderem der Schiffs- und der Flugverkehr zählen, die ihrerseits digitale Anwendungen benötigen und transportieren. Im zweistelligen Bereich befanden sich zudem industrielle Prozesse, die 2024 einen Anteil von rund 16,2 Prozent ausmachten. Der Gebäudesektor erzeugte mit einem Anteil von 8,2 Prozent rund doppelt so viele Emissionen wie 2021 die digitalen Technologien. Herstellung am emissionsreichsten Die meisten Emissionen der digitalen Technologien entstehen laut der Studie jedoch nicht während der Benutzung. Stattdessen fallen zwischen 77 und 87 Prozent der Emissionen vor ihrer eigentlichen Nutzung oder Lieferung an. Der größte Anteil davon entfällt auf ihre Produktion entlang weltweiter Lieferketten. Diese Emissionen erwähnten die Branchenunternehmen in der Emissionsberichterstattung ihrer Produkte eher selten, schildert Studienmitautorin Stefanie Kunkel vom RIFS am GFZ Helmholtz-Zentrum in Potsdam. Die Erklärung sieht sie in einer Regelungslücke: „Das ‚Greenhouse Gas Protocol‘, ein internationaler Standard, unterscheidet zwischen drei Bereichen: Scope 1 umfasst Emissionen, die direkt vom berichtenden Unternehmen verursacht werden, beispielsweise durch den Einsatz von Chemikalien oder die Energieerzeugung. Scope 2 umfasst indirekte Emissionen aus zugekaufter Energie wie Strom. Scope 3 schließlich umfasst alle anderen indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, beispielsweise aus der Gewinnung von Rohstoffen, dem Transport oder der späteren Nutzung von Produkten.“ Das Problem sei jedoch, dass es in vielen Regionen der Welt und für die meisten Unternehmen eine freiwillige Sache sei, ob sie die Scope-3-Emissionen erfassen. Somit würden viele Unternehmen diesen Prozess nicht ausreichend durchführen. https://archive.ph/g1TRv 🔘Unterstützen & Abonnieren ! 📱www.kulturstudio.tv