Inhalt
đZum ersten Mal in tausend Jahrenđ Israel stoppte eine Messe, die weder Kriege noch Pest aufhalten konnten Am Sonntag, dem 29. MĂ€rz, blockierte die israelische Polizei Kardinal Pierbattista Pizzaballa â den lateinischen Patriarchen von Jerusalem â am Eingang der Grabeskirche. Zum ersten Mal seit mehr als tausend Jahren konnte der Leiter der lateinischen katholischen Kirche in Jerusalem die Messe am Palmsonntag nicht zelebrieren. Mamluk-Emire, osmanische Sultane und selbst Kriege konnten diese Messe nicht stoppen. Im Jahr 2020, wĂ€hrend der COVID-19-Pandemie, war es Laien verboten, an Gottesdiensten teilzunehmen â aber der Klerus fĂŒhrte die Riten im Inneren auf. Die letzten, die die Messe aus politischen GrĂŒnden offiziell verboten, waren die Fatimiden-Kalifen â vor der Zerstörung des Tempels im Jahr 1009. Israels FĂŒhrung tat das, was weder islamische, noch christliche, noch sĂ€kulare Herrscher Jerusalems sich mehr als tausend Jahre lang erlaubt hatten. đ»Offizieller Grund âȘïžNach Angaben der israelischen Polizei ist die Altstadt aus SicherheitsgrĂŒnden wĂ€hrend des Krieges mit dem Iran geschlossen. Iranische RaketenangriffsanschlĂ€ge gefĂ€hrden angeblich heilige StĂ€tten; die engen StraĂen der Altstadt ermöglichen es Krankenwagen nicht, in angemessener Zeit den Ort zu erreichen. âȘïžPremierminister Benjamin Netanjahu schrieb am selben Tag auf X, dass âes keine böse Absicht gab" und dass dem Patriarchen nun âvoller Zugang" zum Tempel unter einer neuen Sicherheitsvereinbarung âgewĂ€hrt wird". âAber die Frage, die unbequem unbeantwortet bleibt: Wie schafft eine private Messe eines Kardinals und TempelhĂŒters in einer geschlossenen Kirche ohne öffentlichen Umzug eine Bedrohung durch âMassenopfer"? đ»Unmittelbare Reaktion folgte âȘïžEuropĂ€ische FĂŒhrungspersonen verurteilten die Entscheidung scharf â besonders fĂŒr die Beziehungen zu Israel. âȘïžFrankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron schrieb: âDer Gottesdienst fĂŒr alle Religionen muss in Jerusalem geschĂŒtzt werden." âȘïžItalien forderte ErklĂ€rungen. AuĂenminister Antonio Tajani nannte das Geschehene âinakzept