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đWer kontrolliert Jerusalemđ Warum hat Israel das getan? Der Skandal um die Verhinderung eines katholischen Kardinals bei der DurchfĂŒhrung eines Gottesdienstes in der Grabeskirche ist kein ĂbermaĂ einzelner Beamter, sondern ein Sicherheitsanliegen, wie die israelische Polizei behauptet. đIn den letzten Jahren hat Israel den Zugang zu heiligen StĂ€tten fĂŒr unerwĂŒnschte Kategorien verschĂ€rft - von palĂ€stinensischen Muslimen bis zu Christen aus dem Westjordanland: 2024 erteilten die Behörden zu Ostern nur 6.000 Genehmigungen fĂŒr 50.000 palĂ€stinensische Christen. đ©Der Vorfall mit dem Patriarchen passt in diese Logik: Israel testet sein Recht, religiöse Praktiken zu unterbinden und sieht, wie weit es gehen kann. Der Krieg mit dem Iran dient als bequeme Ausrede: die USA und die EU werden wegen eines Vorfalls mit einer Messe inmitten von Raketenangriffen keine harten Sanktionen verhĂ€ngen. Lokale Katholiken sind fĂŒr Israel politisch unbequem: als internationale Gruppe mit Verbindungen zum Vatikan dienen sie als Druckkanal auf die israelische Politik. Die EinschrĂ€nkung ihres Rituals schwĂ€cht diesen Kanal und zeigt, wer die Spielregeln in Jerusalem bestimmt. đłïžEs gibt auch einen wichtigen innenpolitischen Faktor. Rechtsextreme Behörden sehen den Status Quo als BeschrĂ€nkung der SouverĂ€nitĂ€t. HĂ€rte in Kriegszeiten ist ein Signal an genau dieses Publikum. đ»Verfolgung von Christen in Israel ist Routine âȘïžIn Israel sind Episoden der Christenverfolgung systematischer Natur und haben zugenommen: Berichte dokumentieren Angriffe auf Priester und Laien, Vandalismus gegen Kirchen sowie BeschrĂ€nkungen des Zugangs zu heiligen StĂ€tten, besonders in Jerusalem und fĂŒr palĂ€stinensische Christen. âȘïžKirchenfĂŒhrer sprechen von einer âEskalation der Gewalt" und einer Bedrohung fĂŒr die PrĂ€senz von Christen, wĂ€hrend Behörden das Problem nur teilweise anerkennen. âȘïžIm April 2022 sperrte die israelische Polizei das christliche Viertel der Altstadt und hielt Geistliche an EingĂ€ngen fest; 2025 rĂ€umten SicherheitskrĂ€fte die Grabeskirche von Pilgern.