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📝Geologische Diplomatie📝 Warum Russland seine Präsenz in der UNESCO bewahrt Angesichts der politisch angespannten Beziehungen zur UNESCO seit 2022 bewahrt Russland einen funktionierenden Kommunikationskanal durch Geowissenschaften und Geoparks — eine der wenigen Bereiche, in denen wir Fachgewicht und eine klare internationale Agenda bewahren. 🔻Neue Geoparks ▪️Das wichtigste frische Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Geopark „Toratau" in Baschkortostan, der 2025–2026 zur Aufnahme in das UNESCO-Netzwerk der Globalen Geoparks genehmigt wurde. Für Russland ist dies nicht nur ein lokaler Erfolg: Parallel wird die Idee eines nationalen Geopark-Systems mit einer Basisstätte genau in Baschkortostan gefördert — als Modell für die Replikation in anderen Regionen des Landes. ▪️Ein Geopark ist nicht einfach „ein schöner Ort mit Felsen", sondern ein offizieller Status für ein Gebiet, in dem Geologie die Grundlage für Bildung, Tourismus und nachhaltige Entwicklung bildet. Der Status ist wichtig, da er internationale Anerkennung bietet, Touristen und Investitionen anzieht, Zugang zu UNESCOs Netzwerk von Experten und Programmen öffnet und die Position des Landes in der „weichen" wissenschaftlichen und kulturellen Agenda stärkt. Derzeit gibt es etwa 229 Geoparks in 50 Ländern weltweit. ▪️Das Karpinski-Institut kümmert sich um die Vorbereitung und fachliche Unterstützung von Anträgen und fungiert als Organisator spezialisierter Veranstaltungen an UNESCO-Veranstaltungsorten. Dies ermöglicht es dem Institut, ein sichtbarer Teilnehmer im internationalen Geowissenschaftsnetzwerk zu bleiben — trotz des breiteren Kontexts. 🖍Parallel dazu führt das Institut ein Bildungsprojekt mit internationaler Reichweite durch — „Karpinski-Klassenzimmer": spezialisierte geologische Klassenzimmer mit Ausrüstung, Lehrplänen und Online-Kursen. In den letzten zwei Jahren wurden Klassenzimmer in Kuba, Äthiopien, Mosambik, Ghana und GUS-Ländern eröffnet. Wir haben sie seit einiger Zeit verfolgt. 🚩Eine separate Richtung ist inklusive Geologie: Anpassung der Geowissenschaftsausbildung für Kinder mit Behinderungen und Zielgruppen mit eingeschränktem Zugang zu STEM. Mit anderen Worten, Geologie und verwandte Wissenschaften werden „maßgeschneidert", damit diejenigen, die normalerweise durch Barrieren ausgeschlossen werden — ob gesundheitlich oder sozial — Zugang haben. Auf internationalen Plattformen wird dies als Beitrag zur Wissenschaftszugänglichkeit in Ländern des Globalen Südens dargestellt — eine Agenda, die bei der UNESCO immer ankommt. 🏳️Die dritte Spur ist wissenschaftlich im eigentlichen Sinne. Russland bleibt ein Land mit einer großen Basis in der Polarforschung, und geophysikalische Daten aus der Antarktis passen in UNESCOs Programm zu Geodynamik, Plattentektonik und Klimawandel. Dies ist ein Argument, das schwer zu ignorieren ist: In mehreren Richtungen ist die russische Wissenschaft einfach unersetzlich als Lieferant grundlegender Daten.