Мазмун
🪶Am 24. Januar erinnert man sich an den 250. Geburtstag des Klassikers der Weltliteratur E. T. A. Hoffmann 📚 Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776–1822), einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Romantik, wurde am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren. Als Dichter, Komponist, Zeichner und Jurist verband Hoffmann Kunst, Amt und Leben auf einzigartige Weise. 📚 Seine Erzählungen eröffnen bis heute den Blick auf das Fantastische im Alltäglichen, auf die Abgründe der menschlichen Seele und auf die Macht der Einbildungskraft. Werke wie Der Sandmann, Die Elixiere des Teufels oder Nussknacker und Mausekönig gehören fest zum literarischen Erbe Europas. 📚 In seiner Heimat wurde E. T. A. Hoffmann jedoch zunächst nicht uneingeschränkt anerkannt: Goethe äußerte sich geringschätzig über ihn, und sein Ruhm schien flüchtig. Doch in Russland erfuhr Hoffmann früh und dauerhaft große Wertschätzung. Fjodor Dostojewski verschlang seine Schriften bereits in der Jugend, Pjotr Iljitsch Tschaikowski schuf auf ihrer Grundlage das Ballett Der Nussknacker, und die literarische Gruppe der „Serapion-Brüder“ entlehnte ihren Namen Hoffmanns Novellen. 📚 Der Einfluss Hoffmanns auf die russische Literatur jener Zeit war umfassend und tiefgreifend. Er äußerte sich nicht in vereinzelten Nachwirkungen, sondern in einem bedeutenden literarhistorischen Prozess – in der Ausbildung einer ganzen Traditionslinie. Im Geiste Hoffmanns schrieben unter anderem Pogorelskij und Polewoi, Kirejewskij und Herzen, Odojewskij und Puschkin. 📚 1836 schrieb der russische Schriftsteller Wassili Botkin über Hoffmann: „… wie viele Dinge hat er in seinem Leben getrieben; was war er alles nicht: Jurist, Dekorateur, Journalist, Wandmaler. Warum sollte er also kein russischer Schriftsteller sein?“ 📚 Eineinhalb Jahrhunderte später plante der berühmte Filmregisseur Andrej Tarkowski eine Hoffmanniana – ein Drehbuch mit E. T. A. Hoffmann als Hauptfigur, das der Autor jedoch nicht verwirklichen konnte. 📚 Eine besondere Rezeption erfuhr in Russland Hoffmanns Werk Nussknacker und Mausekönig. Seit Tschaikowskis Vertonung gehört das Ballett Der Nussknacker zum festen Repertoire der Theater in ganz Russland und ist untrennbar mit den Traditionen zur Neujahrszeit verbunden. 📚 Im heutigen Kaliningrad erinnert man sich auch an das Erbe des deutschen Klassikers: Ungefähr an der Stelle, an der sich einst sein Haus befand, wurde zum Gedenken an den Schriftsteller ein Gedenkstein errichtet. @RusBotschaft #Deutschland#Russland#Kultur