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Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺

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Жарыяланган27-янв.2026-27-01 11:33
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📚 Zum 200. Geburtstag von Michail Jewgrafowitsch Saltykow-Schtschedrin 📍Am 27. Januar 1826 wurde der russische Schriftsteller, Satiriker und Publizist Michail Saltykow-Schtschedrin geboren. Er entstammte einer alten Adelsfamilie und kam im Dorf nicht weit von Twer zur Welt. 📍Bereits im Alter von zehn Jahren wurde Saltykow in das Moskauer Adelsinstitut aufgenommen, eine geschlossene Bildungseinrichtung zur Vorbereitung auf das Universitätsstudium. Zwei Jahre später wechselte er als einer der besten Schüler an das Lyzeum Zarskoje Selo, wo auch Alexander Puschkin einst studiert hatte. Dort begann Saltykow seine literarische Tätigkeit. 📍Neben üblichen schulischen Vergehen wie Unpünktlichkeit oder Nachlässigkeit fiel er vor allem durch das Verfassen „missbilligender“ Gedichte auf. Unter dem Einfluss der noch lebendigen Puschkin-Tradition hatte jeder Jahrgang seinen eigenen Dichter — zu jener Zeit war es Saltykow. Bald jedoch erkannte er, dass seine eigentliche Berufung nicht in der Lyrik lag. 📍1845 trat Saltykow in den Staatsdienst ein und arbeitete in der Kanzlei des Kriegsministers. Die Literatur interessierte ihn jedoch weit mehr als die Beamtenlaufbahn. Er las viel — insbesondere George Sand und französische Autoren — und begann selbst zu schreiben. 📍1848 wurde Saltykow wegen freigeistiger Ansichten in die Verbannung nach Wjatka geschickt, wo er acht Jahre lebte. Dort war er als Kanzleibeamter tätig. Auf zahlreichen Dienstreisen sammelte er Eindrücke aus dem provinziellen Leben, die später in seine literarischen Werke einflossen. 📍Ab 1856 erschienen seine berühmten „Skizzen aus dem Gouvernement“, in denen sich — ähnlich wie bei Gogol — Humor und Lyrik vereinbaren. Erzählt wurde aus der Perspektive des pensionierten Staatsrates N. Schtschedrin. Mit der Zeit verschmolzen Autor und Erzählername zu dem heute bekannten Doppelnamen Saltykow-Schtschedrin. 📍Saltykow-Schtschedrin war eine einzigartige Persönlichkeit: Tagsüber bekämpfte er als Beamter Korruption und Willkür — wofür man ihn den „Vize-Robespierre“ nannte —, abends verwandelte er seine Beobachtungen in scharfe Satire. Da er das System von innen kannte, traf seine Kritik präzise den Punkt. Bittere Wahrheiten verbarg er hinter Märchen, Fabeln und Grotesken, trieb die Realität ins Absurde und entlarvte so ihre inneren Widersprüche. @RusBotschaft #Russland#Kultur#Literatur