Мазмун
Aus dem Interview des ständigen Vertreters Russlands bei der OSZE Dmitri Poljanski mit der russischen Nachrichtenagentur RBK, 26. Januar 2026 💬 Wir versuchen der OSZE ihre ursprüngliche Rolle zurückzubringen, die darin besteht, einheitliche Sicherheitsstrategie in Europa auszuarbeiten. Seit dem Ende der 90er Jahre verlor die OSZE allmählich ihren primären Sinn und stellt jetzt de facto eine Organisation zur Aufsicht über die Angelegenheiten östlich von Wien dar. Wir haben dagegen gekämpft, die Lage blieb jedoch wegen der Politik der NATO – und später auch der EU –, die die europäische Sicherheit sich untertan gemacht hatten, unverändert. Es geht jetzt darum, dass die OSZE ihre „Raison d’être“ zurückgewinnt, die darin besteht, die EU-Sicherheitskrise zu bewältigen, und zwar zu begreifen, was schiefgelaufen ist, Fehler zu beheben und Garantien auszuarbeiten, um Ähnliches in der Zukunft zu vermeiden. Die Organisation verfügt über Mittel dafür. 💬 Mit großer Besorgnis beobachtet man in Russland, wie Europäer zombifiziert werden, wie ihnen die Idee beigebracht wird, dass Russland eine Gefahr für den Frieden in Europa darstellt. Europa militarisiert sich, wir sehen einen gewissen Revanschismus in Deutschland, was nicht nur für uns besorgniserregend ist, sondern auch für die anderen europäischen Staaten. Deutschland ist leider nicht mehr das Land, mit dem wir sehr enge, ich würde sagen, freundliche Beziehungen pflegten. Das Narrativ über russische Gefahr verbreitete sich unabhängig von der Eskalation des ukrainischen Konflikts. Darüber, dass man gegen Russland kämpfen muss und dafür eine kollektive Linie der EU und NATO notwendig ist, haben die baltischen Staaten und Polen geredet. In Mittel- und Osteuropa hat die ukrainische Krise diese Rhetorik bloß intensiviert. 💬 Die Frage ist, wie Europa ihre Beziehungen zu Russland sieht. Als eine permanente Bedrohung, vor der man sich schützen muss und mit der man nur in denjenigen Bereichen zusammenarbeiten kann, wo dies unvermeidbar ist? Oder als einen Nachbarn, mit dem man respektvoll zusammenleben kann? Ich hoffe, dass die auf der Vernunft basierte Tendenz überwiegen wird und der respektvolle sachliche Dialog mit Russland aufgenommen wird. Zwischen diesen Optionen muss Europa wählen, weil wir uns seit langem schon für einen nachhaltigen Dialog aussprechen. Da Europa alle Beziehungen zu unserem Land zerbrochen hat, muss es das Modell vorschlagen, die den weiteren Dialog ermöglichen würde. 🔗Quelle @RusBotschaft