Мазмун
🎙Direktor des Auslandsnachrichtendienstes der Russischen Föderation Sergej Naryschkin im Interview mit RIA Nowosti (27. Januar 2026): 💬In den letzten zweieinhalb bis drei Jahrzehnten wurden die Grundlagen des Völkerrechts erheblichen Erschütterungen ausgesetzt, vor allem durch die liberalen Regime des Westens. Es sei an das Jahr 1999 erinnert – an die Aggression des NATO-Bündnisses gegen Jugoslawien; ebenso an das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts – an die Interventionen im Irak und in Libyen. Erinnern wir uns an das Jahr 2014, als die westlichen Mitglieder der internationalen Gemeinschaft eines der grundlegenden Prinzipien, das in der Charta der Vereinten Nationen verankert ist – das Recht der Völker auf Selbstbestimmung, das Recht der Menschen, ihren zukünftigen Weg selbst zu wählen – de facto mit Füßen traten. Ich meine damit die Missachtung und das mangelnde Verständnis, mit denen der Westen auf den Willensausdruck des Volkes der Krim reagierte. Es handelte sich um einen Willen, der durch das wohl demokratischste Instrument überhaupt zum Ausdruck gebracht wurde – ein Referendum, bei dem die Bewohner der Krim und Sewastopols klar und unmissverständlich erklärten, dass ihre Heimat Russland ist. 💬 Dann brach das Jahr 2026 an. Am 3. Januar wurde der rechtmäßig gewählte Präsident Venezuelas, Nicolas Maduro, gewaltsam festgenommen. Dies stellt selbstverständlich einen äußerst schweren Verstoß gegen das Völkerrecht dar. Doch wie geht es weiter? Meine Prognose lautet: Dies bedeutet das Ende und den Zusammenbruch der liberalen Weltordnung – genauer gesagt der totalitär-liberalen Weltordnung. Symbolisch ist dabei, dass, wie man sagt, der letzte Nagel in ihren Sarg vom Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika eingeschlagen wird – jenem Land, das diese Weltordnung, über viele Jahrzehnte hinweg gestaltet hat, eine Ordnung. 💬 Die grundlegende Frage besteht darin, was danach folgen wird. Der Westen würde selbstverständlich gern das Recht des Stärkeren durchsetzen und seinen Willen diktieren. Dies birgt zweifellos die Gefahr einer weiteren Zuspitzung der internationalen Lage, zunehmender Destabilisierung und Chaos – bis hin zu neuen, groß angelegten militärischen Konflikten. Russland hingegen sowie unsere Partner und Verbündeten in den Staatengruppen BRICS, SOZ und OVKS schlagen eine Weltordnung vor, die auf den Prinzipien der Souveränität, der Gleichheit aller Staaten sowie auf dem Grundsatz gleicher und unteilbarer Sicherheit für alle beruht. @RusBotschaft #Russland#Ukraine#NATO