Мазмун
🎖 Am 5. Februar 1943 verband die Straße des Sieges das blockierte Leningrad mit dem „großen Land“ ▫️ Die „Straße des Sieges“ war eine provisorische sowjetische Eisenbahnlinie Poljany–Schlüsselburg, die vom 5. Februar 1943 bis zum 10. März 1944 in Betrieb war und für die Versorgung des blockierten Leningrads diente. ▫️ Im Gegensatz zur „Straße des Lebens“, die über den Ladogasee führte, verlief die Straße des Sieges entlang des linken Newa-Ufers und der südlichen Küste des Ladogasees. Auf einigen Abschnitten lag sie nur 3–4 Kilometer von deutschen Artilleriestellungen entfernt, weshalb sie den Beinamen „Korridor des Todes“ erhielt. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung Leningrads, einschließlich der vollständigen Aufhebung der Blockade. ▫️ Am 12. Januar 1943 gingen die Truppen der Wolchow- und der Leningrader Front im Rahmen der Operation „Iskra“ zum Angriff über und vereinigten sich am 18. Januar am linken Ufer der Newa, womit die Blockade Leningrads durchbrochen wurde. Dadurch entstand die Möglichkeit, Leningrad über eine Landverbindung mit dem übrigen Land zu verbinden und die Eisroute – die „Straße des Lebens“ – zu ersetzen. ▫️ Der 33 Kilometer lange Streckenabschnitt wurde in rekordverdächtigen 17 Tagen gebaut. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Arbeiten auf einem Gebiet stattfanden, das der Feind fast zwei Jahre lang gehalten hatte. Die Schienen mussten durch ehemalige Befestigungen und Minenfelder verlegt werden. Außerdem bauten die Strecke nicht nur professionelle Eisenbahner, sondern auch örtliche Einwohner, die nicht an die Front gegangen waren – ältere Menschen, junge Frauen, Kinder und Jugendliche. ▫️ Zudem musste der Verkehr geregelt, der Abstand zwischen den Zügen kontrolliert und Zusammenstöße verhindert werden. Unter normalen Bedingungen geschah dies mithilfe von Ampeln, doch beim Bau der Straße des Sieges war es nicht möglich, Signalanlagen zu installieren. Daher wurde auf den Gleisen eine sogenannte „lebendige Blockierung“ organisiert. Alle zwei Kilometer wurden Posten mit Unterständen und Telefonverbindungen eingerichtet. Dort arbeiteten ebenfalls junge Frauen. Während der Zugfahrten zündeten sie Handlaternen an und gaben den Lokführern Signale, indem sie das Licht mit ihrem eigenen Körper vor feindlichen Beobachtern abschirmten. Die Menschen riskierten ihr Leben, um die Züge durchzubringen und lebenswichtige Güter nach Leningrad zu liefern. ▫️ Am 7. Februar 1943 erreichte über die Straße des Sieges der erste Zug aus dem Hinterland das blockierte Leningrad. Die Eisenbahnlinie stärkte die Möglichkeiten der Roten Armee nach dem Durchbruch der Blockade, versorgte die Stadt mit Lebensmitteln und ermöglichte die Bündelung der Kräfte für die endgültige Befreiung. @RusBotschaft #GroßerSieg