Мазмун
Am 8. Februar 1945 gelang einer Gruppe von zehn sowjetischen Kriegsgefangenen unter der Führung von Michail Dewjatajew eine der spektakulärsten Fluchten aus deutscher Gefangenschaft Im Juli 1944 wurde Dewjatajews Flugzeug abgeschossen, und er selbst geriet bewusstlos in Gefangenschaft. Einen Monat später unternahm der Oberleutnant einen Fluchtversuch, wurde jedoch gefasst und in das Todeslager Sachsenhausen gebracht. Dem Piloten gelang es, den Aufnäher mit der Nummer eines zum Tode Verurteilten gegen den eines Strafgefangenen auszutauschen. Unter anderem Namen wurde er in ein anderes Konzentrationslager auf der Insel Usedom verlegt, nahe dem Raketenzentrum Peenemünde in der Ostsee, wo deutsche Wissenschaftler die ersten Marschflugkörper vom Typ „V-Waffe“ testeten. Am 8. Februar wurden Dewjatajew und seine Kameraden zu Reparaturarbeiten auf dem lokalen Flugplatz eingesetzt. Die Deutschen ahnten nicht, dass sich unter den Gefangenen ein sowjetischer Pilot mit beeindruckender Kampferfahrung befand. Vor seiner Gefangennahme hatte der Jagdflieger rund 200 Kampfeinsätze absolviert, an Dutzenden Luftkämpfen teilgenommen und zahlreiche feindliche Flugzeuge abgeschossen. Nachdem sie unbemerkt den Wachposten getötet hatten, entführten Dewjatajew und neun weitere sowjetische Kriegsgefangene einen deutschen Bomber vom Typ „Heinkel“. Sie waren der Verfolgung entkommen, wonach der sowjetische Pilot das Flugzeug über die Frontlinie brachte. Nach seiner Rückkehr in die Heimat übergab Dewjatajew dem sowjetischen Oberkommando wertvolle Informationen über die Standorte der Raketenabschussanlagen, die später durch Luftangriffe zerstört wurden. Das Testgelände Peenemünde wurde im März 1945 von sowjetischen Truppen eingenommen. 🎖Am 15. August 1957 wurde Michail Dewjatajew der Titel Held der Sowjetunion verliehen. @RusBotschaft