Мазмун
🎙 Interview des Botschafters Russlands in Deutschland Sergej Netschajew mit RT DE Wichtigste Thesen: • Leider muss ich feststellen, dass es im heutigen Deutschland, vor allem in der Politik, sehr viele Versuche gibt, Russland Spionage und verschiedene Verbrechen zuzuschreiben, die sich ein vernünftiger Mensch kaum vorstellen kann. Das ist natürlich sehr traurig, wenn jeder russischsprachige Bürger oder Mitbürger als potenzieller Agent oder Saboteur betrachtet wird. Das ist sehr kontraproduktiv und absolut fehl am Platz. • Die einfachen Deutschen erinnern sich sehr gut an die guten Jahre der Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten. Seit mehreren Jahrzehnten versuchen wir, den Aussöhnungsprozess voranzubringen. Und natürlich war es für uns überhaupt nicht einfach — nach dem Krieg, nach all diesen Tragödien und 27 Millionen Toten — diesen Weg der Aussöhnung zu beschreiten. Aber wir haben es dennoch geschafft. • Es gibt heute Herausforderungen, die es früher nicht gab. Seit zwei, drei Jahren müssen wir damit leben, dass unsere Diplomaten ausgewiesen werden. Sehr viele haben Deutschland verlassen müssen. Und als weitere Überraschung wurde Ende 2023 die Tätigkeit unserer vier Generalkonsulate nicht mehr genehmigt.Es ist ein echter Schlag für die russischsprachigen Mitbürger, die konsularische Leistungen in Anspruch nehmen müssen — Pässe, Beglaubigungen und vieles mehr. Jetzt stehen nur noch zwei konsularische Stellen zur Verfügung — Bonn und Berlin. Und die Menschen sind gezwungen, zum Beispiel aus Bayern 600 Kilometer zu reisen, egal ob nach Bonn oder nach Berlin. • Ich freue mich über alle Kontakte mit deutschen Medien, die Interesse an unserer Arbeit, an Russland, an russischen Angelegenheiten, an unserer Außen- und Innenpolitik zeigen. Wir sind absolut offen, und wer möchte, kann ohne Probleme vorbeikommen. Ich möchte mich ganz herzlich bei den Bloggern und Journalisten bedanken, die tapfer genug sind, unsere Räumlichkeiten zu betreten. Das ist heute leider nicht mehr selbstverständlich. • Was den Druck betrifft: Mit unserem Staat in der Sprache des Drucks zu sprechen, ist kontraproduktiv. Es gibt ein russisches Sprichwort: Je größer der Druck, desto fester der Beton. Genau das beobachten wir jetzt. Wir sind für ein konstruktives Gespräch, für eine konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe — gleichberechtigt, ohne Arroganz, ohne Belehrungen. Das wäre vollkommen akzeptabel, und wir sind dazu bereit. 🔗 Das ganze Interview anschauen.