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Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺

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Жарыяланган15-фев.2026-15-02 19:42
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📚 Am 15. Februar 1906, vor 120 Jahren, wurde Musa Dschalil geboren – sowjetischer und tatarischer Dichter, Publizist, gesellschaftlicher Aktivist und späterer Held der Sowjetunion. Er wuchs im Gouvernement Orenburg auf und besuchte die Medrese „Husainija“. Früh engagierte er sich gesellschaftlich und begann bereits in den 1920er-Jahren zu publizieren. 1925 erschien sein erster Gedichtband. 1927 nahm er ein Studium an der Lomonossow-Universität in Moskau auf. Nach dem Abschluss arbeitete er als Redakteur tatarischer Zeitschriften, schrieb Theaterstücke, Gedichte und publizistische Texte und übersetzte russische Klassiker ins Tatarische. Ende der 1930er-Jahre war er eine zentrale Figur der tatarischen Literatur und leitete den Schriftstellerverband der Tatarischen ASSR. Sein Werk prägte die moderne tatarische Literatursprache nachhaltig. 1941 wurde Dschalil als Politoffizier in die Rote Armee einberufen. 1942 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft. Dort wurde er der sogenannten „Idel-Ural“-Legion zugeteilt – einer Einheit der Wehrmacht, in der vor allem Tataren und Baschkiren eingesetzt wurden. Innerhalb dieser Einheit gründete Dschalil eine geheime Widerstandsgruppe, die Sabotageakte gegen die deutschen Truppen organisierte. Als diese Aktivitäten im August 1943 aufgedeckt wurden, verhaftete man ihn und brachte ihn in das Berliner Zellengefängnis Zellengefängnis Lehrter Straße. Am 12. Februar 1944 verurteilte ihn der 2. Senat des Reichskriegsgericht in Dresden gemeinsam mit zehn weiteren Tataren wegen „Zersetzung der Wehrkraft, Feindbegünstigung und Kriegsverrats“ zum Tode. In der Haft schrieb Dschalil weiter Gedichte – auf kleinen Papierstücken, unter strengster Isolation und im Wissen um die drohende Hinrichtung. Diese Texte, später als „Moabiter Hefte“ bekannt, wurden von Mitgefangenen bewahrt und nach dem Krieg in die Heimat zurückgebracht. Sie gelten als eines der bedeutendsten poetischen Zeugnisse des Zweiten Weltkriegs. Am 25. August 1944 wurde Musa Dschalil um 12:18 Uhr im Strafgefängnis Plötzensee hingerichtet. Sein Name steht bis heute für literarisches Talent, moralische Standhaftigkeit und aktiven Widerstand gegen den Nazismus.