Мазмун
🎙 Aus dem Interview des Botschafters Russlands in der Bundesrepublik Deutschland Sergej Netschajew mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti ❓Gab es in den letzten vier Jahren Ihrer Tätigkeit Versuche seitens deutscher Politiker und Diplomaten der Regierungsparteien, einen konstruktiven Meinungsaustausch aufzubauen? Oder gab es im Gegenteil Bestrebungen, die Arbeit russischer Diplomaten zu behindern? 💬 Von einem konstruktiven Dialog ist kaum die Rede. Nach dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine haben die deutschen Behörden einen Kurs auf Zeitenwende erklärt, der darin besteht, die besondere Vielfalt der deutsch-russischen Beziehungen zu zerstören, die jahrzehntelang aufgebaut wurden. 💬 In Rahmen dieses Kurses haben die politischen Eliten der Bundesrepublik die Aufgabe, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen enthusiastisch unterstützt. Dies bedeutete, dass der Westen seine Kräfte und Mittel bündelte, um dem Kiewer Regime militärisch-technische, politische und finanzielle Unterstützung zu leisten, den Sanktionsdruck auf unser Land zu erhöhen, zu versuchen, es international zu isolieren und seine souveränen Vermögenswerte einzuziehen. Diese Pläne haben sich als untauglich erwiesen, doch Berlin bleibt ihnen in vielerlei Hinsicht auch heute noch verhaftet. 💬 Mehr noch: Angesichts der Tatsache, dass die ukrainischen Schützlinge einer unausweichlichen Niederlage nahe sind, ruft Deutschland seine Bürger dazu auf, sich auf einen Krieg mit Russland vorzubereiten. Ein wahnsinniges Vorhaben, gegen das die Deutschen angesichts ihrer bitteren historischen Erfahrungen eigentlich eine starke Immunität besitzen sollten. Einige deutsche Politiker scheinen diese Immunität – ihren kriegerischen Äußerungen nach zu urteilen – inzwischen verloren zu haben, was Anlass zu ernsthafter Besorgnis gibt. 💬 Was die Botschaft betrifft, so sahen wir uns in vollem Umfang mit dem unfreundlichen Vorgehen des Empfangsstaates konfrontiert. Auf Initiative Berlins kam es zu massenhaften Ausweisungen russischer Diplomaten: Mehrere Dutzend Mitarbeiter waren gezwungen, das Land in aller Eile zu verlassen. Vier russischen Generalkonsulaten wurde die Lizenz entzogen. Dies erforderte nicht nur eine grundlegende Umgestaltung der Arbeit der verbleibenden russischen Auslandsvertretungen – der Botschaft in Berlin und des Generalkonsulats in Bonn –, sondern erschwerte auch erheblich die konsularische Betreuung der in Deutschland lebenden russischen Staatsbürger. Weiterhin bestehen Probleme im Visabereich: Unsere Mitarbeiter sind oft gezwungen, jahrelang auf die Erteilung von Einreisevisa zu warten. Im Alltag kommt es regelmäßig vor, dass deutsche Behörden, Unternehmen und Finanzinstitute aus politischen Gründen oder unter Verweis auf Sanktionsregelungen die Zusammenarbeit mit russischen Auslandsvertretungen verweigern, was die Tätigkeit der diplomatischen Vertretungen bedeutend beeinträchtigt. Das ist die heutige Realität. Es ist schwierig, eine solche Situation als normal zu bezeichnen. 🔗 Im Wortlaut lesen @RusBotschaft #Russland#Deutschland