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Post #16531

@RusBotschaft

Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺

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Жарыяланган19-апр.2026-19-04 16:33
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Мазмун

🕯Den Opfern des von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern während des Großen Vaterländischen Krieges 1941/1945 verübten Völkermordes am sowjetischen Volk gewidmet... BARBAREI Sie trieben die Mütter mit den Kindern fort und zwangen sie, eine Grube zu schaufeln, und selbst standen sie da, ein Haufen Wilder, und lachten mit heiseren Stimmen. Am Abgrundrand stellten sie in eine Reihe wehrlose Frauen, dünne Kinder. Ein betrunkener Major trat heran und mit kupfernen Augen mustert’ er die Verurteilten... Trüber Regen rauschte im Laub der benachbarten Haine und auf den Feldern, in Dämm'rung gehüllt, senkten sich Wolken über die Erde, jagten einander in Raserei… Nein, diesen Tag vergeß ich nicht, ich vergesse ihn nie, nimmermehr! Ich sah: die Flüsse weinten wie Kinder, und die Mutter-Erde klagte in Wut. Selbst, mit meinen Augen sah ich wie die traurige Sonne, von Tränen gewaschen, durch die Wolke brach und auf die Felder trat, die Kinder ein letztes Mal küsste, ein letztes Mal… Der Herbstwald rauschte. Es schien, als sei er jetzt verrückt geworden. Zornig tobte sein Laub. Das Dunkel verdichtete sich ringsum. Ich hörte plötzlich: eine mächtige Eiche stürzen. Sie fiel und hauchte einen schweren Seufzer. Plötzlich ergriff die Kinder Furcht, sie klammerten sich an die Mütter, hielten den Saum. Ein Schuss ertönte, scharf im Klang, unterbrach den Fluch, der einer Frau entfuhr. Ein Kind, ein kränklicher Junge, versteckte sein Köpfchen in den Falten des Kleides einer noch nicht alten Frau. Sie sah und war voll Entsetzen. Wie sollte sie nicht den Verstand verlieren! Alles begriff, begriff der Kleine. Versteck mich, Mama! Ich will nicht sterben! Er weint und kann das Zittern nicht halten, wie ein Blatt. Die Mutter hob, sich beugend, das Kind, das ihr liebster Schatz ist, mit beiden Händen drückte es an ihr Herz, genau vor das Gewehrrohr. Mama, ich will leben. Nein, Mama! Lass mich los, lass mich! Worauf wartest du? Und das Kind will sich losreißen aus den Armen, und weinen tut’s fürchterlich, die Stimme ist dünn. Und ins Herz dringt es wie ein Messer. Fürchte dich nicht, mein Junge. Jetzt atmest du frei. Schließ die Augen, aber verbirg nicht den Kopf, damit dich der Henker nicht lebendig begräbt. Ertrag es, Söhnchen, ertrag es. Es wird nicht schmerzen. Und er schloss die Augen. Und Blut trat hervor, sich schlängelnd als rotes Band am Hals. Zwei Leben fallen zur Erde, verschmelzend, zwei Leben und eine Liebe! Donner grollte. Der Wind pfiff in den Wolken. Die Erde weinte in dumpfer Sehnsucht. O wieviel Tränen, heiß und brennend! Meine Erde, sag mir, was ist mit dir? Du hast oft menschliches Leid gesehen, du blühtest Millionen Jahre für uns, doch hast du je auch nur einmal erfahren solche Schande und solche Barbarei? Mein Land! Feinde drohen dir! Doch heb hoch das Banner der großen Wahrheit, wasch es mit den blutigen Tränen der Erde, und lass seine Strahlen durchdringen. Lass sie unerbittlich vernichten: Jene Barbaren, jene Wilden, die gierig das Blut der Kinder verschlingen, das Blut unserer Mütter… Musa Dshalil, 1943 Übersetzt von Konstantin Pivovarov und Jürgen Eger