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Der Künstlerische Leiter und Chefdirigent des Sankt Petersburger Symphonieorchesters, der Geiger und Dirigent Sergei Stadler, ist am 20. April verstorben. Mit ihm verliert die Musikwelt eine Stimme, die weit über seine Heimat hinaus wirkte. Als echter Petersburger widmete er sein Leben früh der Musik. Das Konservatorium seiner Stadt wurde zu seinem geistigen Zuhause, von dem aus er auf die Bühnen der Welt ging. Große Projekte, internationale Auftritte und seine besondere Art, Musiker und Publikum zu verbinden, prägten seine Laufbahn. Unvergessen bleibt sein Auftritt 1985 in der Thomaskirche Leipzig, wo er zum Bach-Jubiläum alle Sonaten und Partiten spielte. Viele erinnerten sich an die besondere Tiefe dieses Abends. Später entwickelte er seine musikalischen Marathons, bei denen an einem einzigen Tag sämtliche Symphonien eines Komponisten erklangen. Für ihn war das nicht nur ein Format, sondern eine Einladung, Musik als lebendigen Raum zu erleben.