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🎨155 Jahre seit der Geburt von Igor Grabar
Igor Grabar gilt als einer der bedeutendsten russischen Künstler, Kunsthistoriker und Restauratoren des 20. Jahrhunderts. Am 25. März 2026 jährt sich sein Geburtstag zum 155. Mal. Sein Name ist untrennbar mit der russischen Malerei, dem Studium der Kunstgeschichte und dem Schutz des kulturellen Erbes verbunden.
🖌 Geboren wurde er 1871 in Budapest. Schon früh zeigte Grabar ein großes Interesse an Kunst und Kultur. Später studierte er in St. Petersburg und vervollkommnete seine Ausbildung auch in München. In seinem Schaffen verband er die Tradition der russischen Malerei mit neuen künstlerischen Ausdrucksformen, wobei besonders seine leuchtenden Landschaften und sein feines Gespür für Farbe hervortraten.
❄️ Besonders berühmt wurde Grabar durch seine winterlichen Landschaften. Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Gemälde „Februarblau“ („Февральская лазурь“) aus dem Jahr 1904, das zu einem Sinnbild der russischen Natur in der Malerei wurde. Seine Bilder zeichnen sich durch Lichtfülle, dekorative Ausdruckskraft und eine poetische Wahrnehmung der Landschaft aus.
🏛 Igor Grabar leistete auch einen großen Beitrag zur Bewahrung des nationalen Kulturerbes. Von 1913 bis 1925 war er Treuhänder der Tretjakow-Galerie. Er widmete sich intensiv der Erforschung der russischen Kunst, war als Museumsfachmann tätig und spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Restaurierung in Russland.
📚 Ein bedeutender Teil seines Lebens war der Kunstgeschichte gewidmet. Igor Grabar war Herausgeber und Autor grundlegender Arbeiten zur Geschichte der russischen Kunst. Dank seiner wissenschaftlichen und organisatorischen Tätigkeit wurde die systematische Erforschung der nationalen Kunst auf ein neues Niveau gehoben.
⭐️Das Werk von Igor Grabar bleibt bis heute ein fester Bestandteil der russischen Kultur. Seine Gemälde begeistern durch ihre Schönheit und ihre besondere Atmosphäre, während seine Arbeiten als Kunsthistoriker und Restaurator weiterhin hohe Anerkennung genießen.
Wir erinnern mit großer Achtung an Igor Grabar und an seinen herausragenden Beitrag zur russischen Kunst und Kultur.
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Das Bolschoi-Theater an der Schwelle der Zeiten – wenn große Geschichte von kleinen Zufällen lebt
🎭 Im Jahr 1923 kündigte die Leitung des Bolschoi-Theaters ein Werk an, das vor allem eines versprach: hohe Einnahmen. Offiziell sollten diese einem Unterstützungsfonds für alternde Künstler zugutekommen. Der gewählte Ausweg war ebenso kühn wie ungewöhnlich: Der Regisseur Wladimir Losski inszenierte "Der Barbier von Sevilla" so, dass sämtliche Männerrollen von Frauen und alle Frauenrollen von Männern gespielt wurden. Was zunächst als Skandal wahrgenommen wurde, entwickelte sich rasch zu einem sensationellen Erfolg. Das Publikum strömte in Scharen ins Theater, die Vorstellungen waren ausverkauft – und die Kassen füllten sich wie lange nicht mehr. Ein riskantes Experiment hatte sich als glücklicher Zufall erwiesen.
🎶Das Bolschoi wurde auch zu einem wichtigen Ort im Leben von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Hier stand der Komponist 1887 selbst am Dirigentenpult bei der Uraufführung seiner Oper "Tscherewitschki". Bereits einige Jahre zuvor, am 4. März 1877, hob sich hier der Vorhang für ein Werk, das später weltberühmt werden sollte: "Schwanensee". Heute gilt es als Inbegriff des klassischen Balletts – doch sein Weg zum Ruhm begann genau auf dieser Bühne.
🌷 Eine Liebeserklärung der besonderen Art ward dem Bolschoi zuteil – in Tulpenform: Ein niederländischer Blumenzüchter war so tief beeindruckt von einer Aufführung des „Schwanensees“ mit Galina Ulanowa in der Hauptrolle, dass er zwei neue Tulpensorten züchtete – benannt nach dem Theater und der Tänzerin. Bis heute werden diese Tulpen jedes Frühjahr auf dem Theaterplatz gepflanzt. Sie sind ein lebendiges Denkmal aus Blüten und Duft und erinnern daran, wie eng Kunst und Leben miteinander verwoben sein können.
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🎭 250 Jahre Bolschoi-Theater
Das Bolschoi-Theater gehört zu den größten und ältesten Theatern Russlands und zählt weltweit zu den bedeutendsten Bühnen für Oper und Ballett. Im Jahr 2026 feiert es sein 250-jähriges Jubiläum.
📖Als Gründungsdatum gilt der 28. März 1776, als Fürst Pjotr Urusow von Kaiserin Katharina II. die Erlaubnis erhielt, Theateraufführungen, Konzerte und Maskenbälle zu veranstalten.
🏛 Das erste Gebäude, das Petrowski-Theater, wurde nach dem Entwurf von Christian Rosberg errichtet. Es bot Platz für rund 800 Zuschauer im Saal sowie ebenso viele auf den Galerien. Insgesamt wurden dort 425 Opern- und Ballettaufführungen inszeniert.
🔥1812 wurde das Gebäude durch ein Feuer zerstört. Die Truppe trat danach in verschiedenen Spielstätten auf, bis sie ein neues Theater erhielt. Der Platz vor dem Theater, einst Petrowskaja genannt, ist heute als Theaterplatz bekannt.
✨ Der Schriftsteller Wladimir Odojewski bewunderte die Aufführungen und schrieb: „Der Glanz der Kostüme, die Schönheit der Dekorationen – kurz, hier vereint sich die ganze Pracht des Theaters.“
🏛1853 brannte das Theater erneut ab. Der Architekt Albert Cavos gewann den Wettbewerb zum Wiederaufbau, und das Gebäude wurde innerhalb von drei Jahren neu errichtet.
🎶 Im 20. Jahrhundert wurde das Theater zum akademischen Theater. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es nach Samara evakuiert. 1942 fand dort die erste Aufführung von Schostakowitschs Siebter Symphonie statt. 1943 wurde die Hauptbühne mit Glinkas Oper «Iwan Susanin»wiedereröffnet.
🎭 Im 21. Jahrhundert wurde das Theater von 2005 bis 2011 umfassend renoviert. Heute begeistert das Bolschoi-Theater erneut Zuschauer aus aller Welt mit seinen legendären Inszenierungen.
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