📜 Palastgrenadiere in Russland
Alle kennen die englischen Gardisten in Bärenfellmützen, die Wache am Buckingham Palast hielten. Niemand weiß aber, dass es in Russland Grenadiere gab, die ähnliche Bekleidung trugen.
Im Jahr 1827 wurde auf Anordnung von Nikolaus I. eine Kompanie der Palastgrenadiere aus 120 Veteranen des Vaterländischen Krieges von 1812 gebildet. Er selbst entwarf auch die Skizzen ihrer Uniformen.
Die Arbeit der Grenadier bestand darin, das Eigentum und die Ordnung im Palast zu überwachen, verdächtige Gäste im Auge zu behalten, an Zeremonien teilzunehmen, Posten bei bedeutenden Denkmälern zu stehen.
Die Kompanie bestand fast hundert Jahre, und an die Stelle der Veteranen des Vaterländischen Krieges nahm man später Gardisten mit langer Dienstzeit und besonderen Verdiensten auf.
Interessant ist auch die Geschichte dieser Kompanie, nachdem Bolschewiki an die Macht gekommen waren. Sie lösten die Grenadiere nicht auf, sondern machten sie 1918 zu einem Teil der Roten Arbeiter- und Bauernarmee und ermöglichten so ihr Fortbestehen bis 1921.
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#Russland#Geschichte
📰Auszüge aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland Sergej Netschajew mit NachDenkSeiten
💬 Der Schmerz der Tragödie des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945, der jede sowjetische Familie getroffen hat, lebt bis heute in den Seelen der Menschen in Russland fort. Vor 85 Jahren – im Juni 1941 – erhoben sich sämtliche Völker der Sowjetunion ohne Ausnahme, um ihr Vaterland zu verteidigen. Jedem war bewusst, dass es um das Überleben des Landes ging, um die Rettung des eigenen Hauses und der eigenen Familie. Für den Sieg wurden die Leben von 27 Millionen sowjetischen Bürgerinnen und Bürgern geopfert; der Großteil von ihnen waren Zivilisten – Senioren, Frauen und Kinder.
💬Die Nazis machten von Anfang an keinen Hehl daraus, dass sie gegen die UdSSR einen Vernichtungs- und Unterwerfungskrieg zu führen beabsichtigten. Die vom Aggressor verübte Grausamkeit war in der Weltgeschichte beispiellos. Systematisch wurde die gesamte Bevölkerung unseres Landes vernichtet – ungeachtet ihrer ethnischen, rassischen oder religiösen Zugehörigkeit.
💬 So etwas kann nicht vergessen werden. Genau deshalb setzt sich Russland auch heute weiterhin für die internationale Anerkennung der Verbrechen des Dritten Reiches und seiner Helfershelfer auf dem Gebiet der UdSSR als Völkermord an den Völkern der Sowjetunion ein. So wurde auf Beschluss des russischen Präsidenten Wladimir Putin ein neuer nationaler Gedenktag am 19. April eingeführt: der Tag des Gedenkens an die Opfer des Völkermordes am sowjetischen Volk.
💬Die Folgen eines derart zerstörerischen Krieges haben das nationale Selbstverständnis tief geprägt und in vielerlei Hinsicht die Innen- und Außenpolitik unseres Staates bestimmt. Dessen vorrangiges Ziel bleibt nach wie vor, die garantierte Sicherheit des Landes zu gewährleisten und eine Wiederholung großangelegter Konflikte in Zukunft zu verhindern. Daher hält Russland an dem Konzept einer gleichen und unteilbaren Sicherheit fest, die nicht auf Kosten und zum Nachteil anderer Akteure der internationalen Beziehungen erreicht werden darf. Wir betrachten diesen Grundsatz als gerecht und fundamental für die Wahrung globaler Stabilität und die Herbeiführung eines dauerhaften Friedens auf unserem Planeten.
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#Geschichte#Russland
💡Am 23. März 1876, vor 150 Jahren, erhielt der russische Elektrotechniker Pawel Jablotschkow ein Patent auf die von ihm erfundene „elektrische Kerze“
🔸 Der zukünftige Erfinder wurde am 14. September 1847 im Dorf Schadowka bei Saratow in der Familie eines Gutsbesitzers geboren. Schon in seiner Kindheit zeigte er Interesse an Physikexperimenten und baute verschiedene Geräte – so stellte er beispielsweise einen mechanischen Apparat zur Messung der von einem Wagen zurückgelegten Strecke her. Pawel begann seine Ausbildung am Gymnasium in Saratow, doch seine Eltern beschlossen angesichts seiner Erfolge in Wissenschaften, ihren Sohn an die Nikolaus-Ingenieurschule in Sankt Petersburg zu versetzen.
🔸 Ab 1870 arbeitete Jablotschkow als Leiter des Telegrafendienstes der Moskau-Kursk-Eisenbahn. Die Telegrafenwerkstatt ermöglichte es Jablotschkow, sich wissenschaftlichen Forschungen zu widmen.
🔸 Die Registrierung der „Jablotschkow-Kerze“ erfolgte in Paris. Innerhalb weniger Monate verbreitete sich das „russische Licht“ in zahlreichen Städten der Welt. Zunächst wurden die elektrischen Lampen vor allem in Straßenlaternen eingesetzt. Es handelte sich um eine hochmoderne und wirklich innovative Form der Straßenbeleuchtung. Diese Lampen leuchteten hell und beeindruckten durch ein Licht, das dem Tageslicht nahekam. Zu den ersten, die Jablotschkows Erfindung zu schätzen wussten, gehörten die Einwohner von Los Angeles.
🔸 Auf Grundlage von Jablotschkows Patent stellte eine europäische Firma elektrische Lampen her. Mit den aus dem Patent erzielten Einnahmen gründete der Erfinder die Gesellschaft „Genossenschaft für elektrische Beleuchtung P. N. Jablotschkow – Erfinder und Co.“ sowie ein elektromechanisches Werk in Petersburg.
🔸 In Russland erschienen die ersten „Jablotschkow-Kerzen“ zweieinhalb Jahre nach der Patentregistrierung. Am 11. Oktober 1878 wurden sie in den Kasernen des Kronstädter Marineausbildungsregiment und auf dem Platz vor dem Haus des Kommandanten des Kronstädter Seehafens installiert. Zwei Wochen später begannen die elektrischen Lampen auch das Große Theater von Petersburg zu beleuchten.
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#Russland#Geschichte
🏫Gründung der „Ziffernschulen“ durch Peter den Großen
📚 Am 11. März 1714 unterzeichnete Peter der Große einen Erlass zur Gründung von „Ziffernschulen“ in 40 russischen Städten. Das waren die ersten staatlichen allgemeinbildenden Grundschulen für Jungen. Diese Schulen wurden bei Bischofssitzen und den bedeutendsten Klöstern eingerichtet. Dort unterrichtete man die Kinder des Klerus und der lokalen Oberschicht im Lesen und Schreiben, in der Arithmetik sowie in den Grundlagen der Geometrie.
✍️ Im Jahr 1715, nach der Verlegung der Schule für mathematische und Navigationswissenschaften nach Sankt Petersburg, ordnete Peter I. an, in jede Provinz zwei Absolventen dieser Schule zu entsenden, die in Geometrie und Geographie ausgebildet waren, um „die jungen Burschen aus allen Ständen der Bevölkerung in den Wissenschaften zu unterrichten“. 1716 wurden in verschiedenen Städten Russlands zwölf Schulen eröffnet, und in den Jahren 1720–1722 kamen weitere dreißig hinzu. Diese neuen Schulen unterschieden sich von den Schulen bei Kirchen und Klöstern dadurch, dass sie neben Lesen und Schreiben sowie kirchlichen Regeln auch Arithmetik und Geometrie unterrichteten. Daher wurden sie Ziffern- oder Arithmetikschulen genannt.
🧮 Das Ziel dieser Schulen bestand zunächst in der Vorbereitung von Nachwuchskräften für den zivilen Staatsdienst. Daher war ihr Besuch für Kinder von Kanzleidienern im Alter von 10 bis 15 Jahren verpflichtend. Bereits 1719 jedoch sollten „Kinder aller Stände – mit Ausnahme der Einhöfler (Odnodworzy)“ die Schule besuchen. Wer sich weigerte zu lernen, dem drohten Militärdienst oder der Übergang in den steuerpflichtigen Stand. Jungen Männern, die den Kurs der Ziffernschule nicht abgeschlossen hatten, sollte sogar keine Erlaubnis zur Eheschließung erteilt werden.
📝 Zu Beginn der 1720er Jahre lernten an diesen Schulen mehr als 2.000 Schüler. Gegen Ende der Regierungszeit Peters I. verfügte nahezu jede Gouvernementsstadt über zwei Schulen: eine weltliche und eine geistliche.
Die Ziffernschulen bestanden bis 1744. Die Idee war ihrer Zeit voraus — die Gesellschaft akzeptierte die Schulpflicht nicht sofort; es kam sowohl zu Fluchten als auch zu Bittschriften von Eltern, die ihre Kinder vom Unterricht befreien wollten. Dennoch war damit der Grundstein für die säkulare Bildung in Russland gelegt.
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#Russland#Geschichte
🎖Am 4. Februar jährt sich zum 145. Mal der Geburtstag vom sowjetischen Marschall Kliment Woroschilow
Kliment Woroschilow wurde am 4. Februar 1881 geboren und gehörte zu den prägenden militärischen und politischen Persönlichkeiten der Sowjetunion im 20. Jahrhundert.
▫️ Aus einfachen Verhältnissen stammend, schloss er sich früh der revolutionären Bewegung an und war als Mitglied der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei aktiv. Im Sommer 1905 nahm Woroschilow an der Revolution teil. In den Jahren von 1908 bis 1917 leistete er Untergrundarbeit für die Partei in verschiedenen Städten, darunter Baku, Petrograd und Zarizyn (Wolgograd).
▫️ Während des Russischen Bürgerkriegs spielte Woroschilow eine wichtige Rolle beim Aufbau der Roten Armee. Anfang März 1918 organisierte er den Ersten Lugansker sozialistischen Verband, der den Donbass gegen deutsch-österreichische Truppen verteidigte. Mit Beginn des Bürgerkriegs übernahm er im April 1918 das Kommando über die 5. Armee und führte später die Zarizyn-Gruppe der Truppen.
▫️ In den 1920er und 1930er Jahren bekleidete Woroschilow zentrale Führungspositionen im Militär- und Staatsapparat. Er war über viele Jahre Volkskommissar für Verteidigung und zählte zu den ersten, denen der höchste militärische Rang der Sowjetunion – Marschall – verliehen wurde.
▫️ Im Zweiten Weltkrieg erfüllte Woroschilow verschiedene militärische und politische Funktionen, unter anderem bei der Organisation der Verteidigung wichtiger Regionen. Auch wenn seine Rolle in dieser Zeit unterschiedlich bewertet wird, blieb er eine zentrale Figur des sowjetischen Führungssystems und leistete seinen Beitrag zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg.
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#Russland#Geschichte
🏛 Im Jahre 1714 wurde die Kunstkammer, das erste öffentliche Museum in Russland gegründet
▫️ Die Gründung des Museums geht auf einen Erlass Peters des Großen zurück, mit dem angeordnet wurde, seine persönliche Sammlung und Bibliothek sowie Bücher und naturkundliche Sammlungen der Apothekenkanzlei aus Moskau nach Sankt Petersburg, in die neue Hauptstadt des Russischen Reiches, zu überführen.
▫️ In Sankt Petersburg wurden die Sammlungen zunächst im neu errichteten Sommerpalast des Zaren untergebracht und später in den Kikin-Palast verlegt, wo sie 1719 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden.
▫️ Parallel zur Organisation des Museums begann zwischen 1718 und 1727 der Entwurf und Bau eines eigenen Museumsgebäudes. Das am Ufer der Newa im Stil des petrinischen Barocks errichtete Gebäude befand sich in unmittelbarer Nähe der wichtigsten Bauwerke der neuen Hauptstadt, darunter das Gebäude der Zwölf Kollegien, die Börse sowie die Paläste enger Vertrauter und Mitglieder der Zarenfamilie.
▫️ Im Museum wurden drei Abteilungen eingerichtet. Im Münzkabinett wurden Münzen und Medaillen ausgestellt, in der Bibliothek bewahrte man alte Bücher und Handschriften auf, und im Naturkabinett sammelte man Herbarien, Tierpräparate sowie Holzproben. Im Jahr 1716 erwarb Peter der Große eigens für die Kunstkamera die Sammlung des niederländischen Apothekers Albertus Seba, die Mineralien, Muscheln und Pflanzen umfasste.
▫️ Die Kunstkammer war jedoch nicht nur ein Museum, sondern zugleich eines der ersten wissenschaftlichen Zentren Russlands. Das Gebäude der Kunstkammer gilt als eines der frühesten eigens errichteten Museumsgebäude der Welt und ist bis heute ein Symbol der Russischen Akademie der Wissenschaften.
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#Russland#Geschichte
📜 Palastgrenadiere in Russland
Alle kennen die englischen Gardisten in Bärenfellmützen, die Wache am Buckingham Palast hielten. Niemand weiß aber, dass es in Russland Grenadiere gab, die ähnliche Bekleidung trugen.
Im Jahr 1827 wurde auf Anordnung von Nikolaus I. eine Kompanie der Palastgrenadiere aus 120 Veteranen des Vaterländischen Krieges von 1812 gebildet. Er selbst entwarf auch die Skizzen ihrer Uniformen.
Die Arbeit der Grenadier bestand darin, das Eigentum und die Ordnung im Palast zu überwachen, verdächtige Gäste im Auge zu behalten, an Zeremonien teilzunehmen, Posten bei bedeutenden Denkmälern zu stehen.
Die Kompanie bestand fast hundert Jahre, und an die Stelle der Veteranen des Vaterländischen Krieges nahm man später Gardisten mit langer Dienstzeit und besonderen Verdiensten auf.
Interessant ist auch die Geschichte dieser Kompanie, nachdem Bolschewiki an die Macht gekommen waren. Sie lösten die Grenadiere nicht auf, sondern machten sie 1918 zu einem Teil der Roten Arbeiter- und Bauernarmee und ermöglichten so ihr Fortbestehen bis 1921.
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#Russland#Geschichte
📅 Am 9. Dezember begeht man in Russland den Tag der Helden des Vaterlandes
🎖 An diesem Tag werden die Helden der Sowjetunion, die Helden der Russischen Föderation sowie die Ritter des Ordens des Heiligen Georg und des Ruhmesordens geehrt.
🎖 Erstmals wurde der Tag der Helden des Vaterlandes in der Russischen Föderation am 9. Dezember 2007 begangen, doch die Wurzeln dieses Feiertags reichen Jahrhunderte zurück.
📜 Das Datum des Feiertags ist dem Gedenktag des christlichen Heiligen und Großmärtyrers Georg des Siegreichen gewidmet. An diesem Tag, dem 9. Dezember des Jahres 1769, stiftete Kaiserin Katharina II. die höchste militärische Auszeichnung, den Orden des Heiligen Georg. Der Orden wurde Soldaten verliehen, die im Kampf besondere Tapferkeit bewiesen hatten. Die Auszeichnung umfasste vier Klassen, von denen die erste die höchste war. Die erste Ordensinhaberin war Katharina II. selbst. Mehr als 10 000 Personen wurden mit dem Orden des Heiligen Georg ausgezeichnet, 25 erhielten seine höchste Klasse, vier von ihnen wurden mit allen vier Klassen geehrt. Zu den Vollrittern des Ordens des Heiligen Georg gehörten unter anderem der berühmte russische Feldherr Michail Kutusow und der russische Feldmarschall Michael Andreas Barclay de Tolly.
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#Geschichte#Russland
🚀Der erste Mensch im offenen Weltraum — Alexei Leonow
Alexei Leonow gilt als einer der bedeutendsten sowjetischen Fliegerkosmonauten und als Pionier der bemannten Raumfahrt. Am 18. März 1965 ging er in die Geschichte ein: Als erster Mensch überhaupt verließ er ein Raumschiff und betrat den offenen Weltraum. Dieses Ereignis wurde zu einem Meilenstein nicht nur für die sowjetische, sondern für die gesamte Welt-Raumfahrt.
🌌 Leonow wurde 1934 in der Region Kemerowo geboren. Schon in jungen Jahren begeisterte er sich für Technik, Fliegerei und Malerei. Nach seiner Ausbildung zum Militärpiloten wurde er in die erste Gruppe sowjetischer Kosmonauten aufgenommen. Dort zeigte er großes Können, Disziplin und Mut – Eigenschaften, die für die Entwicklung der Raumfahrt von entscheidender Bedeutung waren.
🛰 Am 18. März 1965 startete das Raumschiff „Woschod-2“ mit Pawel Beljajew und Alexei Leonow an Bord. Während der Mission verließ Leonow die Luftschleuse des Raumschiffs und schwebte für etwa zwölf Minuten im offenen Weltraum. Dieser historische Schritt war mit großen technischen und körperlichen Belastungen verbunden und verlangte dem Kosmonauten höchste Konzentration und außergewöhnliche Standhaftigkeit ab.
🌍 Leonows Ausstieg in den Weltraum bewies, dass der Mensch auch außerhalb eines Raumschiffs arbeiten kann. Damit eröffnete diese Mission neue Möglichkeiten für die weitere Erforschung des Weltraums und für künftige Raumfahrtprogramme. Der erste Weltraumausstieg wurde zu einem Symbol für wissenschaftlichen Fortschritt, Entschlossenheit und die Kraft menschlichen Pioniergeistes.
🎨Alexei Leonow war nicht nur Kosmonaut, sondern auch ein talentierter Künstler. Viele seiner Werke sind der Raumfahrt gewidmet und spiegeln seine persönlichen Eindrücke von den Sternen, der Erde und dem Kosmos wider. So verband er Wissenschaft und Kunst auf einzigartige Weise.
⭐️Der Name Alexei Leonow bleibt für immer mit einer der größten Leistungen des 20. Jahrhunderts verbunden. Sein Mut, seine Professionalität und seine Hingabe an die Erforschung des Weltraums genießen bis heute große Anerkennung in Russland und weit über seine Grenzen hinaus.
#Geschichte#Raumfahrt#Russland
🤍💙❤️ Vor 12 Jahren, am 18. März 2014, wurde der Vertrag über die Aufnahme der Republik Krim in die Russische Föderation unterzeichnet. Dies war eine gerechte und langersehnte Entscheidung sowohl für die Bewohner der Krim, als auch für alle russischen Bürger.
Diesem historischen Moment ging das Referendum vom 16. März 2014 voraus, dessen Ergebnis zufolge sich die überwältigende Mehrheit der Abstimmenden (96,77 %) für den Beitritt der Krim zur Russischen Föderation aussprach. In Sewastopol stimmten 95,6 % der Einwohner für die Rückkehr zu Russland.
Es ist allgemein bekannt, dass von 1992 bis 2014 die ukrainischen Behörden an die Halbinsel und deren Bevölkerung zuallerletzt dachten. Während der ukrainischen Periode entwickelte sich die Wirtschaft so gut wie gar nicht, die Infrastruktur verfiel, der humanitäre Bereich wurde durch und durch ukrainisiert, der Umweltschutz wurde auf eine barbarische Art und Weise ignoriert.
💬 Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am 12. März 2026:
Dieses sehr wichtige historische Ereignis wurde als „Rückkehr in den Heimathafen“ bezeichnet. Es wurde zu einem Symbol für die Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit, für den Schutz der Menschenrechte und für die Wahrung nationaler Interessen. Mit nationalen Interessen meinen wir nicht nur einen abstrakten Staat oder eine Gesellschaft, sondern vor allem die Menschen – das Volk und die Bürger. Gemeint sind jene, die sich nie von ihrem Vaterland getrennt fühlten und die sich auch denjenigen weiterhin verbunden sahen, von denen sie gewaltsam getrennt und aus ihrer großen Familie herausgerissen worden waren.
📈Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verbessert sich die Situation kontinuierlich. Die Verkehrs- und technische Infrastruktur wurden grundlegend erneuert. 2018 wurde die Krim-Brücke eröffnet, die zum Symbol für die Wiedervereinigung der Krim mit Russland wurde.
Es wurden der neue Flughafen „Aiwasowski“ in Simferopol eröffnet sowie die moderne Autobahn „Tawrida“ und die Krimbrücke, die zum Symbol der Wiedervereinigung geworden ist. Außerdem wurden die Balaklawskaja (Sewastopol), Tawricheskaja (Bezirk Simferopol), und Sakskaja Heizkraftwerke in Betrieb genommen. Gasleitungen werden in großem Umfang gebaut: fast jeden Monat wird eine neue Siedlung ans Netz angeschlossen. Der Wohnungsbau kommt in Schwung. Objekte sozialer Infrastruktur inkl. Sportanlagen werden aktiv gebaut. Die Landwirtschaft hat sich regeneriert, der Weinbau entwickelt sich intensiv und der Ferien- und Tourismussektor hat seine Positionen erheblich gestärkt. Mit dem Beginn der Sondermilitäroperation wurde die Wasserblockade aufgehoben. Das Wasser aus dem Dnepr fließt ungehindert auf die Halbinsel, so dass die bewässerte Fläche vervielfacht und der Reisanbau wiederbelebt werden konnte.
All dies geschah vor dem Hintergrund schwerster Sanktionen gegen unser Land und zynischer Entscheidungen von "zivilisierten Staaten" hinsichtlich der Krim-Bewohner.
🤝 In diesen 12 Jahren ist viel erreicht worden. Eines ist klar: Wenn wir zusammenarbeiten, können wir noch größere Ergebnisse erzielen.
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#Russland#Krim#Geschichte
📃Vor 135 Jahren, am 26. Januar 1891, wurde der russische und sowjetische Dichter Ilja Ehrenburg geboren
🖋 Ilja Ehrenburg ist als Schriftsteller, Dichter, Journalist, Kriegsreporter, Fotograf in die russische und sowjetische Geschichte eingegangen. Sein Wort wurde zu einer der mächtigsten Waffen im Kampf gegen den Nazismus. Sein Beitrag zum Sieg gilt zu Recht als untrennbarer Bestandteil des heroischen Erbes unseres Volkes.
🖋 Ehrenburg wurde 1891 in Kiew geboren und verbrachte einen Teil seiner Jugend zwischen Russland und Europa. Er lebte unter anderem in Paris und Berlin, wo er sich mit Künstlern und Schriftstellern der europäischen Moderne austauschte.
🖋 Als Schriftsteller schuf Ehrenburg Romane, Essays und Erinnerungen, die zu wichtigen Zeitzeugnissen ihrer Epoche wurden. Werke wie „Die ungewöhnlichen Abenteuer des Julio Jurenito“, in dem ein vielschichtiges, mosaikartiges Bild des Lebens in Europa und Russland zur Zeit des Ersten Weltkriegs und der Revolution entworfen wird, oder seine autobiografischen Memoiren „Menschen, Jahre, Leben“ verbinden literarische Form mit politischer Analyse und persönlicher Erfahrung.
🖋 Besonders prägend war Ehrenburgs Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Als Kriegsberichterstatter und Publizist wurde sein Wort zu einer der mächtigsten geistigen Waffen im Kampf gegen den Nazismus. Seine Texte stärkten den Widerstandswillen, gaben Hoffnung und prägten das moralische Selbstverständnis der Zeit. Sein Beitrag zum Sieg gilt bis heute als unverzichtbarer Teil des historischen und kulturellen Erbes.
🖋 Nach dem Krieg setzte sich Ehrenburg für Verständigung, Frieden und kulturellen Dialog ein. Er war eine Stimme gegen Antisemitismus, gegen neue Feindbilder und für das Recht auf Erinnerung. Besondere Bedeutung hatte das von ihm gemeinsam mit Wassili Grossman herausgegebene „Schwarzbuch“ über den Völkermord an den sowjetischen Juden, die erste große Dokumentation der Shoah.
🖋 1954 verfasste Ehrenburg auch die Erzählung „Tauwetter“, die in der Zeitschrift „Snamja“ veröffentlicht wurde und einer ganzen Epoche der sowjetischen Geschichte ihren Namen gab.
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#Russland#Kultur#Geschichte
📚Vor 135 Jahren, am 14. Januar 1891, wurde der russische Dichter Ossip Mandelstam geboren
Zusammen mit Anna Achmatowa und Nikolai Gumiljow prägte Ossip Mandelstam die Bewegung des Akmeismus, einer russischen Literaturströmung der Moderne zwischen 1910 und 1920.
🪶Osip Mandelstam wurde 1891 in Warschau geboren. Schon früh brachte er sich selbst die deutsche Sprache bei, interessierte sich leidenschaftlich für deutsche Literatur und Philosophie und lebte in seiner Jugendzeit in Berlin.
🪶1897 zog seine Familie nach Petersburg. Die Eltern wollten ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen und sie mit dem kulturellen Leben der nördlichen Hauptstadt vertraut machen. Deshalb lebten die Mandelstams abwechselnd in Petersburg und Pawlowsk. In den Jahren 1900–1907 besuchte Osip Mandelstam die Tenischew-Handelsschule, eine der besten Bildungseinrichtungen der Hauptstadt. Dort wurden moderne Lehrmethoden angewandt, die Schüler gaben eine Zeitschrift heraus, veranstalteten Konzerte und führten Theaterstücke auf. In der Schule begeisterte sich Mandelstam für Theater und Musik und schrieb seine ersten Gedichte. Die Eltern missbilligten seine poetischen Versuche, doch er erhielt Unterstützung vom Schuldirektor und Literaturlehrer, dem symbolistischen Dichter Wladimir Hippius.
🪶1911 schrieb sich der junge Dichter an der historisch-philologischen Fakultät der Petersburger Universität ein. Im selben Jahr schloss er sich der akmeistischen „Dichterzunft“ von Nikolai Gumiljow an. Zu dieser literarischen Gruppe gehörten Sergej Gorodezki, Anna Achmatowa und Michail Kusmin. Mandelstam veröffentlichte Gedichte und literaturkritische Artikel in Petersburger Zeitschriften und trat mit seinen Werken auf.
🪶1913 erschien der erste Gedichtband des jungen Dichters, das Buch „Der Stein“. Sein Bruder Jewgenij Mandelstam erinnerte sich später: „Die Herausgabe von „Stein“ war eine „Familienangelegenheit“, das Geld für den Druck stellte der Vater zur Verfügung. Die Auflage betrug nur 600 Exemplare. Nach langem Überlegen gaben wir die gesamte Auflage in eine große Buchhandlung auf. (…) Von Zeit zu Zeit schickte mich mein Bruder, um zu erfahren, wie viele Exemplare verkauft worden waren, und als ich berichtete, dass bereits 42 Bücher verkauft seien, wurde dies zu Hause wie ein Fest aufgenommen. Nach den Maßstäben jener Zeit und unter den Bedingungen des Buchmarktes klang dies wie die erste Anerkennung des Dichters durch die Leser.“
🪶1922 erschien Mandelstams zweiter Gedichtband „Tristia“, mit einer Widmung an Mandelstams Frau Nadeschda Chasina. Der Band vereinte Werke, die während des Ersten Weltkriegs und in der Zeit der Revolution entstanden waren.
🪶In den Jahren 1925–1930 veröffentlichte Mandelstam zahlreiche literaturwissenschaftliche Aufsätze, die autobiographische Erzählung „Das Rauschen der Zeit“, den Prosaband „Die ägyptische Briefmarke“ sowie Kinderbücher. Er übersetzte intensiv – Francesco Petrarca und Auguste Barbier, René Schickele und Iossif Grischaschwili, Max Barthel und Jean Racine.
🪶In den 30er Jahren nahm das Leben des Dichters eine tragische Wendung: Er wurde in Verbindung mit konterrevolutionären Aktivitäten verfolgt. Dennoch wurde er 1956 rehabilitiert. Nadeschda Mandelstam und Freunde des Dichters bewahrten viele der Gedichte und ermöglichten ihre Veröffentlichung in den 1960er Jahren.
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#Russland#Geschichte#Kultur
🚢 Am 17. November 1948 trat der Panzerkreuzer „Aurora“ in den wohlverdienten Ruhestand
Am 17. November 1948 wurde der Panzerkreuzer „Aurora“ außer Dienst gestellt. Er wurde an der Petrograder Uferstraße in Leningrad vertäut und diente bis 1956 als Schulungsschiff der Leningrader Nachimow-Marineakademie.
🎖 Heute befindet sich auf der „Aurora“ eine Außenstelle des Zentralen Marinemuseums in Sankt-Petersburg. Nach der umfassenden Restaurierung in den Jahren 2014–2016 wurde dort eine neue Ausstellung eingerichtet, die dem Schiff als Teilnehmer dreier Kriege gewidmet ist: des Russisch-Japanischen Krieges, des Ersten Weltkriegs und des Großen Vaterländischen Krieges.
Der Kreuzer „Aurora“ wurde im Jahr 1900 in Sankt Petersburg vom Stapel gelassen und 1903 in den aktiven Dienst der Kriegsmarine des Russischen Reiches aufgenommen. Seinen Namen erhielt er in Erinnerung an die Fregatte „Aurora“, die während des Krimkrieges die Verteidigung von Petropawlowsk-Kamtschatski heldenhaft unterstützt hatte.
🎖 Die „Aurora“ nahm an Gefechten im Russisch-Japanischen Krieg (1904-1905) im Fernen Osten teil. Sie gehörte zum Zweiten Pazifik-Geschwader, dessen lange Route von Kronstadt aus schließlich in der tragischen Schlacht von Tsushima endete. Auch im Ersten Weltkrieg war der Panzerkreuzer aktiv an den Kampfhandlungen beteiligt.
Unvergessen ist zudem die Rolle der „Aurora“ während der Oktoberrevolution 1917 in Petrograd. Am 7. November 1917 feuerte sie den berühmten Blindschuss ab, der laut der Legende zum Signal für den Sturm auf den Winterpalast wurde und damit zum Symbol einer ganzen Epoche.
🎖 Im Anschluss beteiligte sich die Besatzung des Schiffes aktiv an den revolutionären Ereignissen, am folgenden Bürgerkrieg sowie an der Abwehr der ausländischen Interventionstruppen. Nach einer Instandsetzung kehrte die „Aurora“ in den Jahren 1922–1924 als Ausbildungsschiff in den Verband der Marinetruppen der Baltischen Flotte zurück.
Während des Großen Vaterländischen Krieges leisteten die Mannschaft und die Geschütze der „Aurora“ einen bedeutenden Beitrag zur heldenhaften Verteidigung Leningrads. Die gesamte Blockadezeit lag der Panzerkreuzer im Hafen von Lomonossow und war unablässigem Beschuss und Bombardierungen ausgesetzt. Das Schiff wurde in das System der Flugabwehr Kronstadts eingebunden und erfüllte seinen Dienst trotz aller Entbehrungen mit unerschütterlicher Standhaftigkeit.
📍So bleibt die „Aurora“ nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Mahnmal der Tapferkeit, Standhaftigkeit und des unbeugsamen Marinegeistes Russlands.
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#Russland#Geschichte#Kultur