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Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺
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Тег: #geschichte · 47 жазуу
Жарыяланган 30-апр.
🕯 Mitarbeiter der Russischen Botschaft in Deutschland legten Kränze und Blumen an den Gendenkstätten in Hamburg nieder. Gedenkveranstaltungen fanden auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme statt sowie im Rosengarten der Gedenkstätte Bullenhuser Damm, am Mahnmal für sowjetische Kriegsgefangene und jüdische Kinder, die von den Nazis im Laufe der pseudo-medizinischen Versuchen ermordet wurden. Das Konzentrationslager Neuengamme war das größte im Nord-Westen Deutschlands und stellte ein System aus dem Hauptlager im gleichnamigen Bezirk Hamburgs und einem Netz von mehr als 85 Außenlagern dar. Von 1938 bis 1945 waren in Neuengamme mindestens 42 900 Häftlinge von Hunger, Krankheiten und unerträglicher Zwangsarbeit ums Leben gekommen. Im April 1945 wurde im Keller der Schule Bullenhuser Damm ein in seiner Grausamkeit unmenschliches Verbrechen verübt: 20 Kinder aus Polen, Italien, Frankreich, den Niederlanden und der Slowakei wurden hingerichtet, an denen SS-Angehörige zuvor im Konzentrationslager Neuengamme medizinische Experimente durchgeführt hatten. Neben den minderjährigen Häftlingen ermordeten die Nazis vier französische und niederländische Pflegekräfte sowie 24 sowjetische Kriegsgefangene. @RusBotschaft #Gedenken#GroßerSieg#ZweiterWeltkrieg#Geschichte
Жарыяланган 27-апр.
📅27. April 1906: Der Beginn des russischen Parlamentarismus Am 27. April 1906 wurde in Sankt Petersburg die Erste Staatsduma in der Geschichte des Russischen Reiches eröffnet. „Seit der Befreiung der Bauern hat es in der russischen Geschichte kein größeres freiheitliches nationales Fest gegeben als die Eröffnung der Staatsduma“ — schrieb damals der Historiker und Abgeordnete Maxim Kowalewski ✍️ Unter dem Druck der Revolution von 1905 sah sich Zar Nikolaus II. gezwungen, dem Volk politische Freiheiten zuzusichern und die baldige Einberufung der Staatsduma aus frei gewählten Vertretern des gesamten Volkes zu versprechen, die an der Gesetzgebung und an der Regierung des Landes mitwirken sollten. 📃 Bereits am 6. August 1905 erließ Zar Nikolaus II. ein Manifest über die Einrichtung und das Verfahren zur Bildung einer der Parlamentskammern – der Staatsduma. Die zweite Kammer war der Staatsrat des Russischen Reiches. Zunächst sollte die Duma ausschließlich beratende Funktionen im Gesetzgebungsprozess ausüben. Später jedoch unterzeichnete der Kaiser am 17. Oktober 1905 ein weiteres Manifest, in dem festgelegt wurde, dass „kein Gesetz ohne Zustimmung der Staatsduma in Kraft treten konnte“. Damit wurden die Befugnisse der Duma erheblich erweitert, und sie entwickelte sich zu einem gesetzgebenden Organ. Russland wurde zu einer konstitutionellen Monarchie. 🏛 Am 27. April hielt Zar Nikolaus II. bei der Eröffnung der Staatsduma im Georgssaal des Winterpalasts eine festliche Rede. Sie wurde von allen Schichten mit Begeisterung aufgenommen. Da trafen Welten aufeinander: „goldene Uniformen vermischten sich mit den bäuerlichen Kaftanen – das alte Russland verschmolz mit dem neuen zu einem einzigen Strom“. Die eigentliche Arbeit der Duma fand anschließend im Taurischen Palast in St. Petersburg statt. Im Mittelpunkt der Arbeit der Ersten Staatsduma des Russischen Reiches stand die Agrarfrage. Darüber hinaus unternahm die Duma aktive, jedoch erfolglose Versuche, politische Reformen durchzusetzen, und trat mit Initiativen zur Beendigung der Repressionen gegen die Teilnehmer der Revolution von 1905–1907 auf. Insgesamt wurde während ihrer Tätigkeit nur ein Gesetzentwurf verabschiedet – ein von der Regierung eingebrachter Gesetzesentwurf über die Bereitstellung von 15 Millionen Rubel zur Unterstützung der von Missernten Betroffenen. Bis zur Revolution von 1917 bestanden insgesamt vier Dumas. Ihrer Zusammensetzung gehörten Grundbesitzer, Vertreter der industriellen Bourgeoisie, des Kaufmannsstandes, der städtischen Intelligenz sowie der Bauernschaft an. Die Gesamtzahl der gewählten Abgeordneten lag je nach Wahlperiode zwischen 478 und 525 Personen. 👉 Obwohl die Erste Duma von Nikolaus II. bald als „zu radikal“ aufgelöst wurde, markierte ihre Eröffnung einen historischen Wendepunkt. Zum ersten Mal erhielt die Gesellschaft eine politische Stimme, und Russland machte seinen ersten Schritt in Richtung Parlamentarismus. @RusBotschaft #Geschichte
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Жарыяланган 25-апр.
📆 Elbe Day 📌Heute vor 81 Jahren, am 25. April 1945, trafen sowjetische und amerikanische Soldaten vor den Toren der Stadt Torgau aufeinander. Die Truppen der 1. Ukrainischen Front unter dem Kommando von Marschall Iwan Konew, trafen sich mit den Truppen der 1. US-Armee unter dem Kommando von General Courtney Hodges. 🔸 Auf dem Bild – das historische Treffen auf der zerstörten Elbbrücke bei Torgau. Zwei junge Offiziere, Lieutenant William Robertson von der 69. US-Infanteriedivision und Leutnant Alexander Silwaschko von der 58. Gardeschützendivision der Roten Armee, haben an dem Tag Geschichte geschrieben. Mit einem einfachen Händedruck wurden sie zu Symbolfiguren des ersten offiziellen Zusammentreffens amerikanischer und sowjetischer Truppen – ein Moment, der für viele das nahende Ende des Zweiten Weltkriegs und die Hoffnung auf Frieden verkörperte. 🤝 Händeschütteln der sowjetischen und amerikanischen Soldaten gilt bis heute als ein Sinnbild des Friedens. Dieses Ereignis ist nicht nur von historischer, sondern auch von symbolischer Bedeutung. Es markierte den Höhepunkt des alliierten Kampfes der Anti-Hitler-Koalition gegen den Nazismus und leitete die Niederlage des Dritten Reiches ein, das 15 Tage danach kapitulierte. Der Geist der Einheit gegen den gemeinsamen Feind, der später als "Geist der Elbe" bezeichnet wurde, eröffnete Perspektiven für eine Nachkriegszusammenarbeit auf einer neuen Ebene. 🕊 Ohne Rücksicht auf kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren tauschten die Kameraden Abzeichen, Erkennungszeichen, Haushaltsgegenstände und sogar Wertsachen aus. 📽Hier können Sie sich eine Dokumentation in englischer Sprache ansehen, um mehr über dieses wichtige Ereignis zu erfahren. @RusBotschaft #81JahreBefreiung#ZweiterWeltkrieg#Geschichte#ElbeDay
Жарыяланган 21-апр.
🫖Am 21. April wird in Russland Tag der Prjaniki gefeiert 🫖 Das Wort „Prjanik“ steht für eine bestimmte Art der Lebkuchen und ist in Russland seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Die ersten Lebkuchen wurden „Honigbrot“ genannt – sie wurden aus einer Mischung aus Roggenmehl, Honig und Beerensaft hergestellt. Später fügte man Kräuter, Wurzeln und Gewürze hinzu. Gerade vom Adjektiv „würzig“ (russ. prjanij) erhielt diese Süßigkeit ihren Namen. 🫖 In Altrussland begleitete der Lebkuchen nahezu alle wichtigen Lebensstationen eines Menschen: Feste, Hochzeiten, die Geburt eines Kindes sowie bedeutende Ereignisse im Leben des Landes. 🏡 Die Herstellung von Prjaniki war vom 17. bis 19. Jahrhundert ein weit verbreitetes traditionelles Gewerbe. Es gab handgeformte, gedruckte und Prjaniki und Lebkuchen zum Ausstechen. Handgeformte Prjaniki sind die älteste und zugleich anspruchsvollste Form; sie wurden von Hand gefertigt und waren vor allem im russischen Norden verbreitet. Gedruckte Lebkuchen wurden mithilfe geschnitzter Holzformen hergestellt, die meist aus Birnbaum- oder Birkenholz gefertigt waren und zum Prägen unterschiedlicher Motive dienten. Häufig trugen diese Lebkuchen auch Inschriften. 🫖 Heute locken alte russische Städte wie Tula, Wolgograd und Archangelsk Touristen mit ihren im ganzen Land bekannten lokalen Prjaniki-Rezepten. @RusBotschaft #Kultur#Geschichte
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Жарыяланган 20-апр.
🕯Am 20. April 2026 fand auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen eine Kranzniederlegung anlässlich des 81. Jahrestages seiner Befreiung durch die Rote Armee statt. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Gedenktags für die Opfer Völkermordes am sowjetischen Volk statt, der in diesem Jahr erstmals begangen wird. ▪️ An der Gedenkzeremonie haben der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew, der Geschäftsträger der belarussischen Botschaft in Deutschland Konstantin Tschischik, Mitarbeiter der russischen diplomatischen Mission in Deutschland, darunter auch des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, des Handels- und Wirtschaftsbüros, des Verteidigungsattachéstabs, des Russischen Hauses in Berlin sowie Vertreter der deutschen Öffentlichkeit teilgenommen. Die Beteiligten gedachten der sowjetischen Gefangenen, die unter härtesten Bedingungen im Lager starben. ▪️ Das Vernichtungslager Sachsenhausen wurde im Jahre 1936 errichtet. Nach dem ursprünglichen Plan sollte es bis zu 10.000 Kriegsgefangene aufnehmen, de facto wurden jedoch mehr als 60.000 Menschen eingewiesen. ▪️ Im Herbst 1943 errichteten die Nazis außerdem eine Gaskammer. Von den über 20.000 hierher verlegten sowjetischen Kriegsgefangenen überlebten ca. 2.500. 1941 wurden nur in zwei Monaten 18.000 Kriegsgefangene erbarmungslos erschossen, die Überlebenden mussten Schwerstarbeit leisten. ▪️ Am 22. April 1945 befreite die Rote Armee dreitausend Häftlinge des Konzentrationslagers. @RusBotschaft #Gedenken#GroßerSieg#ZweiterWeltkrieg#Geschichte
Жарыяланган 20-апр.
🕯 Am 19. April 2026 legten die Mitarbeiter der russischen Botschaft in Deutschland Kränze an der Gedenkstätte Ravensbrück nieder. ▪️ Das KZ Ravensbrück war mit insgesamt mehr als 132 tausend Häftlingen das größte Frauenlager. An Lagerbedingungen und erschöpfender Zwangsarbeit starben 92 tausend Insassinnen. ▪️Am 30. April 1945 befreite die Rote Armee dreitausend Häftlinge des Konzentrationslagers. Noch 20 tausend Frauen, die von Nazis entführt wurden, wurden am 1. Mai 1945 auf dem Weg nach Lübeck von sowjetischen Soldaten gerettet. @RusBotschaft #Gedenken#GroßerSieg#ZweiterWeltkrieg#Geschichte
Жарыяланган 20-апр.
🕯Am 19. April 2026 legten die Mitarbeiter der russischen Botschaft in Deutschland Kränze an der Gedenkstätte „Todesmarsch im Belower Wald“ nieder. ▪️ Im April 1945 lagerten Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen auf dem Todesmarsch im Belower Wald. Ursprünglich hatte die SS-Führung die Absicht, über 30.000 KZ-Häftlinge in einer großen Mordaktion durch Massenerschießungen oder bei der Versenkung von Schiffen an der Ostsee zu töten. ▪️Doch als die Rote Armee Anfang Februar 1945 die Oder erreichte, wurden diese Pläne verworfen. Stattdessen sollten sie entweder abgeschoben oder im KZ Sachsenhausen ermordet werden. Die übrigen Häftlinge sollten nach Nordwesten getrieben werden. ▪️ Diejenigen, die während des Marsches zu erschöpft waren, wurden erschossen. So wurden im Wald bei Below in Mecklenburg mehrere hundert Gefangene erschossen. Die geplante Massenvernichtung der Häftlinge wurde jedoch verhindert: Sie wurden Anfang Mai 1945 von sowjetischen Truppen befreit. @RusBotschaft #Gedenken#GroßerSieg#ZweiterWeltkrieg#Geschichte
Жарыяланган 16-апр.
🕯Am 16. April 2026 fand auf den sowjetischen Gedenkstätten auf den Seelower Höhen eine Blumen- und Kranzniederlegung statt. • An der feierlichen Gedenkveranstaltung beteiligten sich Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Sergej Netschajew, Mitarbeiter der russischen diplomatischen Mission in Deutschland, darunter auch des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, Vertreter des Verteidigungsattachéstabs, des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin, Schüler und Lehrer der Schule bei der russischen Botschaft in Deutschland und Vertreter des diplomatischen Corps in Berlin. • Engagierte Ortsbewohner, Mitglieder öffentlicher Organisationen und Vereinigungen der russischen Landsleute schlossen sich der Veranstaltung an. Die Teilnehmer der Zeremonie gedachten der sowjetischen Helden, die im Kampf für die Befreiung Europas vom Nazismus gefallen waren. • Die Schlacht auf den Seelower Höhen fand im April 1945 statt. Sie gehört zu einer der größten und entscheidendsten Schlachten der Berlin-Offensive. Die Einnahme dieses strategischen Punktes und die Niederlage der 9. Armee der Wehrmacht leisteten einen unschätzbaren Beitrag zum nahenden Sieg in der Endphase des Großen Vaterländischen Krieges, weil es der Roten Armee gelang, in die Hauptstadt des Dritten Reiches einzudringen. Heute ruhen hier mehr als 30 Tausend sowjetische Soldaten und Offiziere, die für die Freiheit ihrer Heimat gefallen sind. • Die Gedenkstätte wurde am 27. April 1945 eröffnet und war eine der ersten Begräbnisstätten für sowjetische Militärangehörige, die während der Berlin-Operation gefallen sind. Die Gedenkstätte erstreckt sich über eine Fläche von sechs Hektar. Die Bronzestatue wurde von dem sowjetischen Bildhauer Lew Kerbel geschaffen. Im Jahr 1972 wurde das Bauwerk zu einem Museum erweitert, dessen Aussehen an den vorderen Gefechtsstand von Marschall Georgi Schukow erinnert. Hier sind 40 Namen der sowjetischen Soldaten verewigt, die an den Kämpfen während des Durchbruchs an der Oder beteiligt waren und den Titel „Held der Sowjetunion“ erhielten. @RusBotschaft #Gedenken#GroßerSieg#ZweiterWeltkrieg#Geschichte
Жарыяланган 16-апр.
📆Am 16. April 1945 begann die Schlacht um Berlin oder die „Strategische Offensive Berlin“, die zur endgültigen Niederlage der Hauptkräfte der deutschen Wehrmacht, zur Einnahme Berlins und zur Vereinigung mit den Truppen der Westalliierten führte. Mehr als 3,5 Millionen Menschen nahmen an der Schlacht um die Zukunft Europas teil. An der Operation waren Truppen der 2. Weißrussischen Front unter dem Kommando von Marschall Konstantin Rokossowski, Truppen der 1. Weißrussischen Front unter dem Kommando von Marschall Georgi Schukow und Truppen der 1. Ukrainischen Front unter dem Kommando von Marschall Iwan Konew beteiligt. Die Dnjepr-Flottille – ein Teil der Baltischen Flotte – sowie die 1. und 2. Armee der polnischen Volksarmee waren ebenfalls an den Kämpfen beteiligt. ⚔️ Die Operation begann mit einem Nachtangriff, bei dem 143 Suchscheinwerfer eingesetzt wurden, um den Feind zu blenden. Die sowjetischen Stoßtrupps der 1. Weißrussischen Front von Georgi Schukow durchbrachen schnell die ersten feindlichen Verteidigungslinien, stießen aber später auf den Seelower Höhen auf ernsthaften Widerstand. Am 25. April vereinten sich die Truppen der 1. Ukrainischen und der 1. Weißrussischen Front westlich der Hauptstadt des Dritten Reiches und vervollständigten die Einkreisung der feindlichen Verteidigungskräfte in Berlin. Am 29. April begannen die Kämpfe um den Reichstag. Die erste sowjetische Fahne auf dem Dach des Gebäudes wurde schon am nächsten Tag gehisst, aber die Berliner Garnison kapitulierte erst in der Nacht zum 2. Mai. 🛡 Am Ende des 5. Mai war der feindliche Widerstand endgültig gebrochen, 134 Tausend deutsche Soldaten und Offiziere ergaben sich. In der Nacht zum 9. Mai nahm Marschall Georgi Schukow zusammen mit Vertretern der britischen, amerikanischen und französischen Befehlshaber die bedingungslose Kapitulation der deutschen Truppen in Karlshorst entgegen. Der Krieg in Europa war zu Ende. Während der Schlacht um Berlin gelang es den Einheiten der Roten Armee nicht nur, einen der größten Truppenverbände der Wehrmacht einzukesseln und zu besiegen, sondern auch rund 200 Tausend Gefangene aus den Nazi-Lagern rund um Berlin zu befreien. Mehr als 600 Teilnehmer der Operation wurden für ihren Heldenmut mit dem Titel „Held der Sowjetunion“ geehrt. @RusBotschaft #GroßerSieg#ZweiterWeltkrieg#Geschichte#Berlin
Жарыяланган 16-апр.
📍Am 15. April 2026 besuchten Mitarbeiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, die Schülerinnen und Schüler der Schule der russischen Botschaft in Berlin sowie Mitglieder des AG Bergen-Belsen e. V. die Gedenkstätten für die Opfer des Zweiten Weltkriegs in Niedersachsen 🕯Die erste Station war der Friedhof Hörsten, auf dem etwa 20 Tausend sowjetische Kriegsgefangene bestattet sind. Die Schülerinnen und Schüler fertigten im Rahmen des Projektes „Wir schreiben eure Namen“ 16 Tontafeln mit den Namen der sowjetischen Kriegsgefangenen, die auf diesem Friedhof bestattet sind. Hörsten ist Teil der tragischen Geschichte des Lagers Stalag XI-C, in dem zwischen 1941 und 1945 Tausende von sowjetischen Kriegsgefangenen unter grausamen, unmenschlichen Bedingungen inhaftiert waren. Die meisten starben an Hunger, Krankheiten und Misshandlungen. 🕊 Als Nächstes erfolgte eine Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, einem der berühmtesten Symbole der Nazi-Verbrechen. Ursprünglich ein Kriegsgefangenenlager, wurde es 1943 in ein Konzentrationslager umgewandelt, in dem Zehntausende von Menschen starben, darunter sowjetische Gefangene, Juden und Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten. Unter ihnen war auch Anne Frank, die Autorin des legendären Tagebuchs, die zur Stimme einer ganzen Generation wurde. Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer der feierlichen Gedenkveranstaltung aller Opfer und dankten denjenigen, die die historische Wahrheit sorgfältig bewahren. Solche Initiativen helfen, den Wert des Friedens und den Mut der sowjetischen Soldaten besser zu verstehen. #80JahreBefreiung#Geschichte#Niedersachsen#BergenBelsen
Жарыяланган 15-апр.
✍️Am 15. April 2026 jährt sich der Geburtstag des Begründers des Akmeismus, russischen Dichters des Silbernen Zeitalters, Übersetzers und Kunstkritikers Nikolai Gumiljow zum 140. Mal Sein Werk beeinflusste viele Zeitgenossen, darunter so bedeutende Autoren wie Anna Achmatowa und Ossip Mandelstam. Oft wird angenommen, dass das Silberne Zeitalter der russischen Literatur mit seinem Tod endete. 📚 Gumiljows Kindheit verbrachte er in Zarskoje Selo. Sein Vater war Schiffsarzt, bereiste die Welt und erzählte seinem Sohn von fernen Ländern, was dessen Fantasie stark anregte. Viel Zeit verbrachte der junge Gumiljow mit Büchern und in seiner eigenen Vorstellungswelt. Während seiner Gymnasialzeit zeigte er wenig Interesse am Unterricht und widmete sich vor allem der Literatur und dem Zeichnen. Noch vor dem Abschluss erschien auf Kosten seiner Eltern sein erster Gedichtband „Der Weg der Konquistadoren“ (1905), der eine Rezension von Waleri Jakowlewitsch Brjussow erhielt. Daraus entwickelte sich ein Briefwechsel, und lange Zeit betrachtete Gumiljow Brjussow als seinen Lehrer. Sinaida Gippius, Dmitri Mereschkowski und andere Symbolisten kritisierten sein Werk scharf, was ihn von ihnen entfernte. Schließlich wandte er sich gegen den Symbolismus und begründete den Akmeismus. Diese Richtung setzte auf klare, konkrete Bilder und präzise Sprache statt auf Mehrdeutigkeit und Mystik. Gumiljow gründete den „Dichterzunft“, dem unter anderem Mandelstam, Achmatowa und andere angehörten. 🗺 Neben seiner dichterischen Tätigkeit war Gumiljow auch ein bedeutender Forscher Nordostafrikas. Er unternahm mehrere Expeditionen und brachte eine umfangreiche Sammlung ins Museum Kunstkammer in Sankt-Petersburg. Seine Eindrücke verarbeitete er in Gedichten und Reiseaufzeichnungen. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich freiwillig an die Front und wurde für seinen Mut mit zwei Georgskreuzen ausgezeichnet. In den Jahren 1918–1920 hielt er Vorlesungen über Dichtung am Institut des lebendigen Wortes. 1920 wurde die Petrograder Abteilung des Allrussischen Dichterverbandes gegründet, der er ebenfalls angehörte. Ab 1921 leitete er ein Studio, wo er junge Dichter unterrichtete. ▫️ In Sowjetrussland verbarg Gumiljow seine religiösen und monarchistischen Überzeugungen nicht. Am 3. August 1921 wurde er wegen angeblicher Beteiligung an einer Verschwörung verhaftet und trotz der Bemühungen seiner Freunde bald darauf hingerichtet. 1992 wurde der Fall offiziell als Fälschung anerkannt und sämtliche Verurteilten wurden rehabilitiert. 🖼 Porträt von Nikolai Gumiljow, Olga Della-Vos-Kardowskaja, 1909 @RusBotschaft #Kultur#Geschichte
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Жарыяланган 14-апр.
📍Am 14. April 2026 besuchte der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew anlässlich des 200. Jahrestages der Gründung der russischen Kolonie das Dorf Alexandrowka in Potsdam. Im Rahmen der Veranstaltung führte der Historiker Andrej Tschernodarow die Gäste durch den Museumskomplex und erläuterte die Geschichte der Siedlung. Die Kolonie Alexandrowka entstand in den Jahren 1826–1827 am nördlichen Rand Potsdams auf Erlass des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. als Symbol der Freundschaft zwischen Russland und Preußen sowie im Gedenken an Zar Alexander I.. Bis heute sind hier 14 Häuser im Stil der russischen Holzarchitektur sowie die auf einem Hügel gelegene orthodoxe Alexander-Newski-Kirche erhalten. 🏠 Die Geschichte der Kolonie reicht bis in die Zeit der Napoleonischen Kriege zurück. Zu ihren ersten Bewohnern gehörten russische Sänger eines aus Kriegsgefangenen gebildeten Soldatenchores. Im Jahr 1813 kämpften sie Schulter an Schulter mit preußischen Soldaten gegen Napoleon. Ursprünglich umfasste der Chor 62 Personen, doch bis zum Jahr 1825 – dem Todesjahr Alexanders I. – waren nur noch zwölf von ihnen am Leben. Ihnen wurden die Häuser in Alexandrowka zugewiesen; 1827 bezogen sie die vollständig ausgestatteten Wohnhäuser. Die Gründung der Kolonie war zugleich Ausdruck der persönlichen Freundschaft zwischen den beiden Monarchen. Auf dem nahegelegenen Kapellenberg wurde die orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche errichtet und im September 1829 geweiht. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem das vierzehnte Haus, in dem der aus Russland stammende königliche Lakai Tarnowski wohnte. Das architektonische Erscheinungsbild Alexandrowkas basiert auf einem Entwurf des russischen Architekten italienischer Herkunft, Carlo Rossi. Im Jahr 1815 entwickelte er im Auftrag von Kaiserin Maria Fjodorowna ein Projekt für ein russisches Dorfensemble in Pawlowsk. Drei Jahre später gelangten seine Skizzen in die Hände des preußischen Königs, woraufhin in Potsdam Handwerker der preußischen Garderegimenter Fachwerkhäuser mit Holzverkleidung errichteten, die sich an russischen Holzhäusern orientieren. Heute gilt Alexandrowka als einzigartiges Zeugnis des kulturellen Zusammenwirkens zwischen Russland und Deutschland: 1999 wurde das Ensemble in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, und 2005 wurde im Haus Nr. 2 ein Museum eröffnet, das der Geschichte und Architektur der Siedlung gewidmet ist. @RusBotschaft #Geschichte
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